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	<title>Creating Horseman by Katharina Theisinger</title>
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	<description>Lizenzierte 2** Parelli Natural Horsemanship Instruktorin</description>
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		<title>Angstfrei galoppieren! Ramona und Lilly im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2022 15:49:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hier erfährst du wie Ramona sich ihren großen Traum vom Galopp übers Stoppelfeld erfüllt hat!]]></description>
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							<p><span style="font-weight: 400;">Endlich angstfrei galoppieren &#8211; Die Geschichte von Ramona und Lilly im Interview </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">“Second Hand Gold” ist genauso wertvoll wie “neues Gold”. Dasselbe gilt auch für Erfahrungen: Wir müssen nicht alle Erfahrungen selbst machen. Manchmal ist es sogar klüger, von den Erfahrungen der anderen zu profitieren. So kommst du nicht nur schneller ans Ziel, sondern kannst dir auch Fehler und Umwege im Pferdetraining ersparen. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Heute habe ich Ramona, eine Intensiv-Studentin von mir, im Interview. Ramona hat mit ihrer Connemara-Stute “Lilly” am Intensivcoaching teilgenommen und fantastische Ergebnisse erzielt &#8211; weil sie bereit für die Veränderung war und selbst Verantwortung übernommen hat. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Doch das soll sie dir am besten selbst berichten: </span></p><p> </p><p><b>Creating Horseman (CH):</b><span style="font-weight: 400;"> Hi Ramona, herzlich willkommen im “Creating Horseman Interview”! Schön, dass du da bist und uns von deinen Erfahrungen berichtest! Stell dich doch bitte mal kurz vor: Wer bist du? Was machst du so? Was hast du für ein Pferd und was ist deine Disziplin bzw. was wünschst du dir oder was machst du schon mit deinem Pferd?</span></p><p> </p><p><b>Ramona (R): </b><span style="font-weight: 400;">Ja klar, danke für die Einladung! Ich bin Ramona. Ich habe eine Connemara-Stute, die Lilly. Lilly ist jetzt 7 Jahre alt und meine Disziplin (lacht) Ja, wir haben eigentlich noch gar keine Disziplin! Mir ist es aktuell einfach wichtig, dass ich sie gesunderhaltend reiten kann.</span></p><p> </p><p><b>CH: </b><span style="font-weight: 400;">Okay! Erzähl doch mal: Was war deine Ausgangssituation als wir mit dem Intensiv-Coaching angefangen haben? Wir kannten uns ja schon eine kurze Zeit davor, aber was war gewissermaßen dein Status Quo, “Das möchte ich jetzt endlich richtig anpacken!”? </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Meine Ausgangssituation war eigentlich die, dass ich oft keine gute Struktur in unserem Training hatte und auch nicht so recht wusste, wie ich einen Trainingsplan erstellen könnte. Außerdem war der Galopp für uns ein riesen Thema: Mir ist er sehr schwer gefallen, weil ich aufgrund von früheren Erfahrungen etwas Angst vorm Galoppieren hatte. Mir sind da einige blöde Dinge passiert und das hat sich dann natürlich eingebrannt. Unser Hauptthema war also, dass ich ohne Angst mein Pferd reiten kann: eben vor allem auch im Galopp!</span></p><p> </p><p><b>CH: </b><span style="font-weight: 400;">Und was würdest du sagen, was war dein Motiv, warum du mit mir zusammenarbeiten wolltest? </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Eigentlich war es genau dieses Thema: Ich wollte mir Ziele festlegen und an Themen arbeiten, die ich bisher alleine nicht lösen konnte. Und hier eben allen vora das Galopp-Thema, dass ich es mal schaffe zu galoppieren, ohne Angst zu haben, das war mir am wichtigsten. </span></p><p> </p><p><b>CH:</b><span style="font-weight: 400;"> Sehr schön! Und wenn du jetzt mal zurückdenkst, was war denn dein ursprüngliches Ziel, was hast du dir von unserer Zusammenarbeit erhofft? </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Ich habe gehofft, dass ich aus dem Coaching herausgehe und genau weiß, wie ich das Training für Lilly und mich aufbauen und für uns sinnvoll strukturieren kann. Ein ganz wichtiges Ziel war mir auch, dass ich mein Pferd besser einschätzen lerne, damit ich weiß, welche Knöpfe ich drücken muss, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. </span></p><p> </p><p><b>CH:</b><span style="font-weight: 400;"> Okay, jetzt hast du ja deine vier Monate schon durchlaufen, erzähl doch mal, was du erreicht hast in dieser Zeit. </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> HA! (lacht laut) Also erreicht hab ich auf jeden Fall, dass ich jetzt voll gerne galoppiere! Ich habe keine Angst mehr und es macht mir mega Spaß. Also tatsächlich &#8211; es macht richtig Spaß und ich kann teilweise gar nicht mehr genug davon bekommen! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Ich bin inzwischen auch schon ohne Sattel, nur mit dem Bareback-Pad galoppiert. Also auch ohne Steigbügel und alles! Ja, das macht mich wirklich am aller glücklichsten, dass ich das jetzt geschafft habe mit deiner Hilfe zusammen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Und auch mein Trainingsplan-Ziel habe ich erreicht: Ich habe eine viel bessere Struktur in meinem Training. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Außerdem liebe ich es, mit der Lilly ins Gelände zu gehen und im Galopp die Felder entlang zu fetzen! (lacht) Also es macht mega Spaß! </span></p><p> </p><p><b>CH:</b><span style="font-weight: 400;"> Und das finde ich echt am aller krassesten! Du hast mir das letztes Mal schon erzählt, dass du da über die Felder galoppierst und da dachte ich mir nur: “Ramona, wer bist du plötzlich?!” Das ist wirklich unglaublich im Vergleich wie du noch vor ein paar Monaten da standest und was du dir inzwischen zutraust! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Ich freue mich so, was für einen Spaß du jetzt mit der Lilly hast und ach &#8211; das ist einfach geil! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht magst du uns noch erzählen, wie du die Zusammenarbeit mit mir empfunden hast?</span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Also die Zusammenarbeit mit dir, liebe Kathi, die war immer sehr gut, weil du immer mit Rat und Tat da warst. Immer zur Stelle, wenn man irgendwie Hilfe gebraucht hat. Man konnte dich immer erreichen. Und ich finde, du hast das auch sehr gut verstanden, immer genau die Punkte anzusprechen im Training, die man gerade am nötigsten hatte! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Ich finde, du hast da echt ein Talent dafür, immer genau die richtigen Übungen zu finden, die einem dann auch das Selbstbewusstsein geben, gewisse Ziele dann auch zu erreichen! </span></p><p> </p><p><b>CH:</b><span style="font-weight: 400;"> Oh, wie lieb von dir! Gibt es denn etwas von dem du sagst, das hat dich überrascht in unserer Zusammenarbeit oder im Training? </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Überrascht hat mich am allermeisten folgendes: Mein Pony ist ja eher so etwas introvertiert und die extrovertierte Seite hab ich nicht so gut gekannt (lacht). Aber durch viele Übungen mit dir, Kathi, hab ich jetzt herausgefunden, dass die Lilly gar nicht so introvertiert ist, wie man denkt. Man muss eben nur die richtigen Knöpfe drücken und dann kann man sie auch richtig aufwecken und das war für mich eigentlich die größte Überraschung, dass die Lilly, mein Pony, eben auch ganz anders sein kann als ich anfangs gedacht habe! </span></p><p> </p><p><b>CH:</b><span style="font-weight: 400;"> Ja, da ist dann die Motivation plötzlich auch eine ganz andere und dann galoppiert sie eben auch gerne und richtig lange! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht magst du uns jetzt auch noch verraten, warum du dich ausgerechnet für mich entschieden hast? </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Für dich hab ich mich entschieden, weil ich dich schon von einem Training bei uns auf dem Hof gekannt habe und ich finde, du bist so eine ruhige und entspannte Persönlichkeit und das brauche ich irgendwie! Ich bin selbst immer so ein bisschen aufgeregt und dann brauche ich da einfach jemanden, der mich am Boden hält und das hast du einfach für mich am allerbesten erfüllt! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Außerdem war dein Programm für mich sehr vielversprechend, deshalb habe ich dich ausgewählt! </span></p><p> </p><p><b>CH:</b><span style="font-weight: 400;"> Kannst du uns auch noch erklären, wem du die Zusammenarbeit mit mir empfehlen würdest? </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Die Zusammenarbeit würde ich auf jeden Fall jedem empfehlen, der eine Struktur in seinem Training braucht und der vielleicht ein paar Probleme oder Themen mit seinem Pferd hat mit denen er alleine nicht weiterkommt, weil da einzelne Stunden oft einfach auch gar nicht weiterhelfen! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Es ist viel besser, wenn man ein ganzes Programm hat, deshalb würde ich es jedem ans Herz legen. Es wird auf jeden Fall helfen, egal bei welchem Problem! </span></p><p> </p><p><b>CH: </b><span style="font-weight: 400;">Dankeschön! Das klingt ja wirklich, als wärst du dir absolut sicher, dass das eine richtig gute Entscheidung für dich und dein Pferd war und wir haben ja auch gehört, dass du richtig tolle Erfolge mit deinem Pferd hattest! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Gibt es nun noch etwas, was du den Lesern gerne mitgeben möchtest oder was du einfach noch loswerden willst? </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Eigentlich nur, dass es mir mega Spaß gemacht hat, dass ich so unglaublich viel gelernt habe in dieser Zeit und dass ich auch jetzt danach immer noch oft davon profitiere und auf dem Reitplatz oder im Gelände bin und die kleine Stimme von dir hochkommt und ich mir in Erinnerung rufe, was du mir in dieser Situation jetzt sagen würdest! Es hat mir einfach so so viel geholfen und ich finde, ich habe mich komplett geändert, was das Pferdetraining betrifft, aber auch mein Selbstbewusstsein im Sattel und im Allgemeinen hat sich extrem verbessert!  </span></p><p> </p><p><b>CH: </b><span style="font-weight: 400;">Vielen vielen lieben Dank Ramona! Einerseits natürlich für dein Vertrauen, aber auch für das tolle Interview und dass du hier ganz ehrlich dein Feedback gegeben hast und sich die Leser dadurch ein viel besseres Bild vom Intensiv-Coaching und dem Creating Horseman Programm machen können. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Ich kann natürlich immer viel erzählen, aber die allerbeste Rückmeldung kommt natürlich immer von denen, die schon mitgemacht haben! </span></p><p> </p><p><b>R:</b><span style="font-weight: 400;"> Ja gerne! </span></p><p><br /><br /></p><p><span style="font-weight: 400;">Wenn auch du dir jetzt wünschst, dass ich dich unterstütze &#8211; eben genau so wie ich es bei Ramona und Lilly gemacht habe, dann buch dir doch einfach mal ein Kennenlerngespräch hier auf meiner Website und dann sprechen wir einfach mal ganz unverbindlich darüber, welche Möglichkeiten es für dich gibt, mit mir zusammenzuarbeiten. Das ist nämlich dank online-Unterricht von überall aus möglich! </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Ich wünsche dir eine schöne Zeit mit deinem Pferd, freue mich von dir zu hören und bis dahin vergiss nicht: Alles, was du brauchst, steckt bereits in dir! </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Alles Liebe, </span></p><p><span style="font-weight: 400;">deine Kathi </span></p><p><br /><br /></p>						</div>
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		<title>Fohlen ABC 2.0 -Jungpferdeausbildung im Natural Horsemanship</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2022 15:41:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was sollte ein junges Pferd wann können?]]></description>
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							<p><b>Das Fohlen-ABC 2.0 oder die natürliche Skala der Ausbildung </b></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ein möglichst junges Pferd zu kaufen. Die Vorteile hiervon liegen auf der Hand: Das Pferd bringt möglichst wenige schlechte Erfahrungen und Gewohnheiten mit, es ist gewissermaßen ein unbeschriebenes Blatt und Mensch und Tier können eine intensive Beziehung zueinander aufbauen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Trotzdem oder gerade deshalb sollte man sehr genau wissen, was man tut. Denn wie sagt Pat Parelli gerne: </span><b>“The start of a young horse isn’t anything &#8211; it is everything.” </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Mit dem richtigen Start legst du den Grundstein für eine</span><b> lebenslange Partnerschaft</b><span style="font-weight: 400;"> und ermöglichst dem Fohlen, zu einem souveränen Pferd heranzuwachsen, das es in der Welt der Menschen möglichst leicht haben wird. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht bist du selbst gerade in dieser Situation und hast dir ein Jungpferd gekauft (oder spielst mit dem Gedanken) oder du bist Stutenbesitzer und überlegst, ob du dir ein Fohlen aus deiner Stute ziehen möchtest. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Doch auch wenn du bereits ein Pferd mit “Altlasten” hast, ist der heutige Blogbeitrag absolut goldwert für dich &#8211; denn im Endeffekt geht es auch bei unseren erwachsenen Pferden um ganz ähnliche Dinge, die sich sehr leicht übertragen lassen. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Um zu verstehen, was die Ausbildung eines Jungpferdes mit der Korrektur eines erwachsenen Pferdes zu tun hat, werfen wir kurz einen Blick in die Geschichte des Parelli Natural Horsemanship: </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Pat bestritt, bevor er die Pferdewelt revolutionierte, unzählige Rodeos und bewies ein gewisses Geschick dafür, sich von einem bockenden Pferd nicht so leicht absetzen zu lassen. Daher lag es nahe, dass er sich im Laufe der Jahre auch immer mehr dem Anreiten junger Pferde widmete. Schnell merkte er jedoch, dass diese Art von “Training” nicht das war, was er mit Pferden erreichen wollte &#8211; war es doch mehr ein “Brechen” der Tiere als das Aufbauen einer Partnerschaft. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Parelli lernte daraufhin viele Jahre bei den besten Horsemen in Amerika. Er lernte andere Wege kennen mit Pferden zu arbeiten, studierte Herden in ihrer eigenen Dynamik und entwickelte selbst </span><b>ein Programm, das das Anreiten der jungen Pferde nicht nur immens vereinfachte, sondern es auch harmonischer und ungefährlicher gestaltete.</b><span style="font-weight: 400;"> Das Parelli-Programm war geboren! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Anfangs also ein Programm für Trainer und Bereiter, entwickelte es sich über die Jahre zu einem der best-durchdachten </span><b>Menschen-Trainingsprogrammen </b><span style="font-weight: 400;">in Bezug auf den Umgang und die Arbeit mit Pferden. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Grundsätzlich sollte man das Trainieren und Ausbilden junger Pferde den Profis überlassen &#8211; denn nur allzu schnell schleichen sich Fehler ein, die sich später zu unschönen Mustern ausbilden, welche nur schwer zu korrigieren sind. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Unter gewissen Voraussetzungen, etwa, wenn man schon ein hohes Level im Parelli-Programm erreicht hat oder einen Instruktoren zur Unterstützung hat, kann man sich auch selbst an das “Abenteuer Jungpferd” wagen &#8211; immer vorausgesetzt, dass man sich die </span><b>nötige Zeit nimmt und über das nötige Wissen verfügt bzw. sich Unterstützung holen kann. </b></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Die primäre Aufgabe des Menschen ist es nicht, dem Jungpferd “Kommandos” beizubringen, sondern vielmehr eine </span><b>Partnerschaft aufzubauen und dem Pferd zu erklären, wie es in unserer zivilisierten Welt zurecht kommt. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Damit sollte man recht früh beginnen, denn besondere Situationen, wie etwa ein medizinischer Notfall können es schnell nötig machen, dass das Fohlen “zahm” ist. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Während die Skala der Ausbildung gemäß der FN erst damit beginnt, wenn das junge Pferd geritten wird (alles davor fällt mehr oder weniger unter “Fohlen ABC”), </span><b>beginnt die Skala der Ausbildung im Natural Horsemanship bereits mit dem ersten Kontakt zwischen Mensch und Pferd. </b></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Im Folgenden möchte ich dir die einzelnen Schritte erläutern und an einigen Beispielen veranschaulichen. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, wie junge Pferde “à la Parelli” gestartet werden, dann höre dir gerne auch meine neue Podcastfolge an. Dort berichte ich dir vom großen “Colt start” in Italien. </span></p><p> </p><p><b>Die natürliche Ausbildungsskala: </b></p><p><br /><b></b></p><ul><li aria-level="1"><b>Akzeptiere den Menschen als Freund, als Partner, als Leader: </b></li></ul><p><span style="font-weight: 400;">Eine echte Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd stellt immer die Grundlage für alles dar, was wir mit dem Pferd erreichen können. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass das junge Pferd </span><b>möglichst gute Erfahrungen mit den Menschen</b><span style="font-weight: 400;"> in seiner Umgebung macht. Das Jungpferd sollte lernen, dass der Mensch sein Freund ist und sich, auch wenn er so aussieht, </span><b>nicht wie ein Raubtier verhält.</b><span style="font-weight: 400;"> Der Mensch sollte viel Zeit damit verbringen, eine Beziehung zum Fohlen aufzubauen, am besten durch das “Friendly Game”. Hierfür dient zunächst der eigene Körper, indem das Pferdchen behutsam an Streicheleinheiten und Berührungen durch den Menschen gewöhnt wird und lernt, sich in Gegenwart des Menschen zu entspannen. Aber auch erste Gegenstände, wie zum Beispiel das Halfter können in diesen Einheiten bereits erklärt werden, indem man das Fohlen damit abstreicht und positive Verknüpfungen schafft. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Neben dem </span><b>ausgiebigen “Friendly Game” </b><span style="font-weight: 400;">sollte jedoch auch unbedingt darauf geachtet werden, dass der Mensch nach und nach </span><b>klare und faire Grenzen</b><span style="font-weight: 400;"> setzt. Auch ein Fohlen darf den Menschen nicht umrennen, beißen oder treten! Schließlich ist gegenseitiger Respekt absolute Bedingung für jede Art der Beziehung! </span></p><p><b>Mit zunehmendem Alter wird der Mensch immer mehr auch zum Leader für das junge Pferd. </b><span style="font-weight: 400;">Es lernt, Druck zu weichen und einem Gefühl zu folgen, indem man nach und nach die 7 Spiele etabliert. </span></p><p><br /><b></b></p><ul><li aria-level="1"><b>Akzeptiere den Sattel: Das Drauflegen, das Gurten, das Tragen in Stillstand und Bewegung </b></li></ul><p><span style="font-weight: 400;">Während der ersten Phase der Ausbildung, wenn das Jungpferd den Menschen kennenlernt, sollte es bereits auch den Menschen neben und über ihm kennenlernen &#8211; natürlich alles gemäß dem Alter und der Entwicklung des jungen Pferdes. </span><b>Das erste Aufsitzen ist hierbei nichts weiter als ein “Friendly Game”. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Besteht ein Vertrauensverhältnis zwischen Pferd und Mensch, kann damit begonnen werden, dem Jungpferd die Decke, das Pad und den Sattel zu zeigen. Auch hierfür werden wieder die 7 Spiele und Patterns, wie z.B. das</span><b> “Touch it” </b><span style="font-weight: 400;">genutzt. Kennt das Pferd das neue Objekt, kann gelehrt werden, dass das Pferd das Drauflegen des Sattels akzeptieren kann. Hierfür empfiehlt sich die Strategie von </span><b>Annäherung und Rückzug</b><span style="font-weight: 400;">. Kann das Pferd dabei Entspannung finden, kann mit dem Gurten begonnen werden. Hierbei ist zu beachten, dass man dies bereits im Vorfeld simuliert haben sollte, etwa indem man das Leadrope um die Gurtlage legt und den Gurt simuliert. </span></p><p><b>Durch das rücksichtsvolle Vorgehen können hier üble Zwänge, wie Sattel- oder Gurtzwang gar nicht erst entstehen! </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Wichtig ist, dass das Pferd das Pad oder den Sattel sowohl im Stillstand als auch in der Bewegung tolerieren kann und sich davon nicht eingeengt fühlt. </span></p><p><br /><b></b></p><ul><li aria-level="1"><b>Akzeptiere den Reiter als Passagier und Steuermann </b></li></ul><p><span style="font-weight: 400;">Erst, wenn das Pferd die beiden Komponenten “Mensch” und “Sattel” bereits akzeptiert, werden die Einzelteile zusammengefügt und </span><b>aus dem Mensch wird ein Reiter. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Hier</span><b> verhält sich der Mensch zunächst relativ passiv</b><span style="font-weight: 400;"> und begleitet das Pferd einfach in seiner Erkundung des neuen Lebensabschnitts. Später kann er nach und nach das Steuer übernehmen und dem Pferd so immer mehr Führung und Form geben. Je nach Horsenality sollte mit der “Steuerung” früher oder später begonnen werden.</span><b> Klassischerweise beginnt die Ausbildung im Sattel mit dem Werkzeug, das das Pferd bereits vom Boden aus kennt: Knotenhalfter, Leadrope und ggf. Stick. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Da wir zur Kontrolle nur einen Zügel benötigen, ist es ganz zu Beginn absolut ausreichend, wenn wir das Seil nutzen. Später, wenn wir bereits eine grobe Richtung und Orientierung vorgeben wollen, nutzen wir die </span><b>Natural Hackamore</b><span style="font-weight: 400;">. Diese hat den Vorteil, dass sie weiterhin ohne Gebiss auskommt und auf bereits bekannte Weise über Nase und Genick wirkt. Gerade bei jungen Pferden im Zahnwechsel ist ein weiterer Vorteil, dass kein Gebiss auf wechselnde Zähne drückt und eventuell Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl hervorrufen kann. </span></p><p><b>Je nach Alter, Entwicklungsstand und Horsenality wechseln wir dann auf die Trense. </b><span style="font-weight: 400;">Zuvor muss das Pferd jedoch die grundlegende Lenkung verstanden haben. Erst dann folgt der letzte Schritt der Jungpferde-Ausbildung.</span></p><p><br /><b></b></p><ul><li aria-level="1"><b>Akzeptiere das Gebiss: Das Auftrensen, das Tragen, die Kommunikation damit </b></li></ul><p><span style="font-weight: 400;">Je feiner die Kommunikation mit unseren Pferden wird und der Fortschritt der Ausbildung vorangeht, desto komplexer kann auch die Hilfengebung erfolgen. Hierfür ist </span><b>ein Gebiss ein sehr gut geeignetes Hilfsmittel</b><span style="font-weight: 400;">, das wir unserem jungen Pferd erklären können. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Zunächst geht es um das </span><b>partnerschaftliche Auftrensen</b><span style="font-weight: 400;">. Hierfür lehren wir das Pferd, ähnlich wie beim Anziehen des Knotenhalfters, dass es sich hierbei wie ein Partner verhalten sollte. Ebenso müssen wir uns dabei wie ein Partner verhalten. Nachdem das freundschaftliche Trensen etabliert ist, kann es sinnvoll sein, dem </span><b>Pferd zunächst Zeit zu geben, sich mit dem Gebiss auseinanderzusetzen</b><span style="font-weight: 400;"> und es positiv zu verknüpfen. Hierfür kann die Trense beim Spielen noch ohne Zügel “blind” auf dem Pferdekopf liegen und das Pferd kann sich völlig ohne Druck damit auseinandersetzen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Nach und nach kann die Trense schließlich auch zur Kommunikation genutzt werden. Dies ist der Punkt, an dem das Jungpferd allmählich auch in das Stadium des “Reitpferdes” übergeht und </span><b>die Skala der Ausbildung des Jungpferdes endet, die lebenslange Weiterbildung jedoch beginnt. </b></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Unser Jungpferd ist nach dieser “Reise” zu einem souveränen Partner herangewachsen und hat bereits viele Herausforderungen und Situationen gemeistert. </span></p><p><b>Es ist in allen drei Grundgangarten geritten, war in der Halle/auf dem Platz und im Gelände und akzeptiert den Menschen als Partner und Leader. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Eine solch umfang- und abwechslungsreiche Ausbildung fordert dem Menschen </span><b>viel Kompetenz und Gefühl</b><span style="font-weight: 400;"> ab. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Natürlich ist es besonders schön, wenn du gemeinsam mit deinem Pferd wachsen und lernen kannst, dabei solltest du aber unbedingt darauf achten, dass du bereits einige Erfahrungen sammeln konntest und ein gewisses Kompetenzlevel erreicht hast. Alternativ kannst du dir natürlich jederzeit Unterstützung holen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Denn, wie Pat Parelli gerne sagt:</span><b> “Grün und grün gibt blau und schwarz.” </b><span style="font-weight: 400;">oder anders gesagt: Ein unerfahrenes Pferd mit unerfahrenem Reiter ergibt in der Regel blaue und schwarze Flecke ;) </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Trotz dieser Fallstricke kann ich dir sagen, dass es sich absolut lohnt, den Weg mit seinem Pferd (und professioneller Unterstützung!) gemeinsam zu gehen. </span></p><p><b>Viele Probleme im Umgang und beim Reiten können so gar nicht entstehen und die Verbindung zu deinem Pferd wird einmalig und super intensiv sein! </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Außerdem hast du einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber einem Trainer oder Bereiter: </span><b>Du hast alle Zeit der Welt! </b><span style="font-weight: 400;">Du kannst die einzelnen Schritte immer dann gehen, wenn du merkst, ihr seid dafür bereit.  Und: Durch den täglichen Umgang mit deinem (Jung-)Pferd kannst du das Gelernte über Jahre intensivieren und festigen. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Doch selbst, wenn du kein Jungpferd hast, oft lohnt es sich, gerade bei schwierigen Pferden, noch einmal an der Basis anzusetzen und das </span><b>Fundament zu überprüfen</b><span style="font-weight: 400;"> &#8211; auch hier kannst du dich an der natürlichen Skala der Ausbildung orientieren! </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">So, und wenn du nun das Gefühl hast, dass dieser Weg genau der richtige für dich ist, dann buch dir gerne ein </span><b>unverbindliches Kennenlerngespräch</b><span style="font-weight: 400;">, damit wir herausfinden können, wie ich dich und dein Pferd auf dem spannenden Weg des lebenslangen Lernens begleiten und unterstützen kann! </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Ich wünsche dir viel Freude mit deinem Pferd und denk immer daran: </span><b>Alles, was du brauchst, steckt bereits in dir! </b></p><p> </p><p><b>Alles Liebe, </b></p><p><b>deine Kathi </b></p><p><br /><br /></p>						</div>
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		<title>Respektiert mich mein Pferd? Respekt im Sinne von Höflichkeit im Natural Horsemanship</title>
		<link>https://katharina-theisinger.com/respektiert-mich-mein-pferd-horsemanship/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2022 15:27:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
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					<description><![CDATA[Respekt klingt im Deutschen schnell nach Drill und Unterordnung, aber was passiert wenn wir Respekt im Sinne von Höflichkeit betrachten?]]></description>
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							<p><span style="font-weight: 400;">So respektiert dich dein Pferd</span></p><p><span style="font-weight: 400;">Warum Respekt keine Einbahnstraße ist und 5 Tipps, wie wir ihn uns verdienen können  </span></p><p> </p><p><b>R-E-S-P-E-K-T &#8211; Ein Wort, sieben Buchstaben und sicher 7000 Interpretationsmöglichkeiten! </b><span style="font-weight: 400;">Vermutlich niemand in der Reiterwelt kommt an diesem Begriff vorbei und muss ihn früher oder später für sich definieren. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">“Hau mal ordentlich drauf, dem fehlt der nötige Respekt!”, “So ein respektloses Verhalten würde ich bei meinem Pferd nie im Leben dulden!”, “Respekt muss man sich verdienen!” &#8211; die Liste der Floskeln zu diesem Thema ist im Pferdetraining und im Gespräch darüber sicher schier endlos. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Ich möchte dir mit dem heutigen Blogpost meine Definition von Respekt erklären, dich ermutigen, den Begriff für dich selbst ganz neu zu klären und dir fünf Tipps mit auf den Weg geben, wie du eine </span><b>respektvolle und partnerschaftliche Beziehung</b><span style="font-weight: 400;"> zu deinem Pferd aufbauen kannst. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Wenn du nach dem Lesen noch tiefer in das Thema einsteigen willst, möchte ich dir auch gleich zu Beginn meine Podcast-Folge zum Respekt ans Herz legen. Diesen findest du überall dort, wo es Podcasts gibt. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Meine persönliche Definition von Respekt </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Oder auch: Respekt ist keine Einbahnstraße </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Anders, als die Beispiele suggerieren, die ich dir in der Einleitung gegeben habe, definiere ich Respekt nicht als “blinder Gehorsam”, der auf Unterdrückung und Gewalt aufbaut. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Aber ich stimme dem letzten Zitat zu: Respekt muss man sich verdienen, er wird einem nicht geschenkt und man muss immer wieder neu beweisen, dass man Respekt verdient &#8211; aber eben nicht über lautes Machtgehabe und das Unterbuttern des Gegenübers. </span></p><p><b>Respekt ist für mich etwas, was man geschenkt bekommt, wenn man die Gegebenheiten dafür schafft. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Um Respekt zu verdienen, muss ich zuerst Respekt geben und bereit sein, an mir zu arbeiten und mich auf den Dialog mit dem Gegenüber, in diesem Fall mit meinem Pferd, einlassen. </span></p><p><b>Respekt ist eine sehr schöne Form des Feedbacks.</b><span style="font-weight: 400;"> Wenn mir jemand Respekt entgegenbringt, kann ich davon ausgehen, dass ich sein Vertrauen genieße, denn Respekt und Vertrauen gehen meiner Meinung nach immer Hand in Hand. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Wenn ich mein Pferd jedoch nicht in seiner ursprünglichen Natur respektiere und seine Bedürfnisse wahr- und ernstnehme, wird es mir kaum ehrlichen Respekt entgegen bringen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Nehme ich seine Bedürfnisse jedoch wahr, kann ich gute Entscheidungen für mein Pferd treffen und es wird sich mir gerne anschließen und mich aus freien Stücken heraus respektieren. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Wie definierst du Respekt? Mache dir gerne Notizen, was für dich Respekt bedeutet und wie du respektvolles Verhalten erkennen kannst.</span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">5 Tipps, wie wir uns den Respekt unseres Pferdes verdienen können </span></p><ul><li aria-level="1"><b>Natürliches Pferdeverhalten: Was ist Respekt für sie? Wen respektieren sie (und wieso)?</b></li></ul><p><b>Pferde sind geborene Herden- und Beutetiere.</b><span style="font-weight: 400;"> Ihre Kommunikation verläuft (bis auf wenige Ausnahmen) nonverbal und ohne großes Aufsehen zu erregen. Nur so haben sie es geschafft, über Millionen Jahre als Spezies zu überleben. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Macht man sich dies bewusst, ist es nicht verwunderlich, dass meist die Pferde die Leittiere sind und somit den Respekt und das Ansehen der Herde genießen, die es schaffen, über die leisen Töne ein gutes Vorbild zu sein, gute Entscheidungen für die Herde zu treffen und so zum </span><b>vertrauensvollen Leader</b><span style="font-weight: 400;"> werden. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Von wem könnten wir also besser lernen, was Respekt bedeutet und wie wir uns diesen verdienen können als von den Pferden selbst? </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Zwar können wir die Körpersprache der Pferde nicht 1:1 kopieren (was auch nicht zielführend wäre), aber wir können uns abschauen, dass Pferde zum Beispiel das Energielevel des Anderen aufgreifen und entsprechend reagieren. Dies geschieht im Bruchteil von Sekunden. Pferde sind absolute Experten darin, die Körpersprache des Anderen zu lesen. Es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind und immer wieder versuchen, die Kommunikation zu unserem Pferd zu verbessern, indem wir an unserem Ausdruck arbeiten. Dabei wollen wir stets so “leise” wie möglich sein, aber so effektiv wie nötig. Nur so können wir dem Pferd zeigen, dass wir einen Plan haben und diesen auch (friedlich) durchsetzen können. Dieses Vorgehen ist nicht neu, es entspricht den uralten Grundsätzen des Natural Horsemanships und trotzdem ist es aktueller denn je! </span></p><p><b>Mein Tipp:</b><span style="font-weight: 400;"> Beobachte so oft es geht Pferde unter möglichst natürlichen Bedingungen, z.B. auf der Koppel in ihrer Herde. Wer trifft die Entscheidungen, wer steht bei wem, wer erhält so viel Respekt, dass die anderen den Weg freiwillig frei machen und was macht dieses Pferd besonders? Alle diese Beobachtungen machen es dir einfacher, mit deinem Pferd zu kommunizieren und außerdem festigt es die Beziehung zwischen euch beiden extrem, wenn du es nicht nur zum Arbeiten aus der Herde zerrst, sondern dich auch ab und an ohne Ansprüche dazu gesellt. </span></p><ul><li aria-level="1"><b>Gute Entscheidungen für dein Pferd treffen</b></li></ul><p><span style="font-weight: 400;">Nachdem wir jetzt wissen, dass gute Leader gute Entscheidungen für ihre Herde treffen, sollten wir damit beginnen, dies auch für unsere “Herde”, also für uns und unser Pferd zu tun. Gute Entscheidungen treffen heißt für ein Pferd vor allem seine </span><b>vier Grundbedürfnisse</b><span style="font-weight: 400;"> zu befriedigen: </span><b>Sicherheit, Komfort, Spiel und Spaß und Futter</b><span style="font-weight: 400;">. Das letzte dieser Bedürfnisse ist sicher am einfachsten zu befriedigen, daher möchte ich darauf nicht weiter eingehen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Sicherheit, Komfort, Spiel und Spaß sollte dein Pferd vor allem in deiner Gegenwart finden. Wenn ihr in eine brenzlige Situation kommt, ist es besonders wichtig, dass du einen guten Plan hast und dem Pferd zeigst, dass es dir vertrauen kann. Natürlich müssen auch mal unangenehme Dinge, wie ein Tierarzt-Besuch hinter sich gebracht werden, doch mit der richtigen Vorbereitung kann auch dieser entspannt und für das Pferd einigermaßen komfortabel ablaufen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass wir vergleichsweise wenig Zeit mit unseren Pferden verbringen. Den größten Teil des Tages verbringen sie in ihrem Zuhause und (hoffentlich) mit ihrer Herde. Es ist daher absolut wichtig, dass wir versuchen, </span><b>ein möglichst artgerechtes Zuhause für unsere Pferde zu finden</b><span style="font-weight: 400;">. Viele Probleme im Umgang und beim Reiten entstehen schlichtweg dadurch, dass die Pferde nicht artgerecht gehalten und ihnen so ihre natürlichen Bedürfnisse aberkannt werden. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Wer den ehrlichen Respekt seines Pferdes möchte, muss unbedingt auch seinem Pferd Respekt entgegen bringen. </span><b>Respekt ist keine Einbahnstraße!</b><span style="font-weight: 400;"> Respektiere ich die natürlichen Bedürfnisse meines Pferdes nicht, werde ich keinen ehrlichen Respekt erhalten, höchstens Gehorsam durch Unterwerfung. </span></p><ul><li aria-level="1"><b>Die 49/51 Regel </b></li></ul><p><span style="font-weight: 400;">Dein Pferd wird dich noch mehr respektieren, wenn du dich bereit erklärst, immer wieder mit ihm in den Dialog zu treten. Das heißt nicht, dass du ständig das tun solltest, was dein Pferd gerne möchte, wohl aber, dass du darauf achtest, die aktuelle Verfassung deines Pferdes zu berücksichtigen und die Antworten, die dein Pferd dir gibt, auch ernst zu nehmen. Das Zünglein an der Waage, gewissermaßen die allerletzte Entscheidungsmacht, das eine Prozent, das Sicherheitsnetz im Notfall &#8211; eben den nötigen Respekt &#8211; wird dein Pferd dir dann ganz automatisch entgegen bringen, wenn es merkt, dass du es ernst nimmst und nicht über seinen Kopf hinweg entscheidest, sondern eben das Beste für es im Sinn hast. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">In einem früheren Blog-Post habe ich die 49/51 Regel schon einmal ausführlich erklärt, daher möchte ich an dieser Stelle nur noch einmal in aller Kürze darauf eingehen. </span></p><p><b>In unserer menschengemachten, zivilisierten Welt ist es wichtig, dass wir in der Lage sind, unser Pferd im Notfall zu kontrollieren. </b><span style="font-weight: 400;">Ein “Stop!” am Straßenrand muss eben immer ein “Stop!” sein, da es sonst zu gefährlichen Situationen kommen kann. Trotzdem kann ich meinem Pferd, wenn die Voraussetzungen es zulassen und die Beziehung gefestigt ist, ein gewisses Mitspracherecht einräumen &#8211; eben mit der Option, jederzeit “Stop! Ab hier übernehme wieder ich!” sagen zu können. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Ein Chef, der dich ehrlich nach deiner Meinung fragt, wird von dir sicher mehr Respekt erhalten als ein Vorgesetzter, der dir das Gefühl gibt, deine Meinung würde nicht zählen. Trotzdem wird auch ein Chef, der sich mit dir berät, in letzter Instanz die Entscheidung treffen und für die Konsequenzen gerade stehen. </span></p><ul><li aria-level="1"><b>Einen Plan haben und diesen verfolgen oder auch: Die liebevoll, verlässliche Konsequenz </b></li></ul><p><span style="font-weight: 400;">Gute Leader zeichnen sich nicht nur durch gute Entscheidungen aus, sondern verfolgen auch einen </span><b>Plan, der das Wohl aller im Fokus hat</b><span style="font-weight: 400;">. Dieser Plan beinhaltet möglicherweise auch Schritte, die bei der Herde nicht zu sehr auf Begeisterung stoßen, aber eben notwendig sind, um ein gutes Leben zu führen. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Wir alle wollen, dass unsere Pferde ein möglichst sorgenfreies und langes Leben führen können. Deshalb sorgen wir uns um ihre Ausbildung und Gesundheit. Für ein Pferd macht es in diesem Moment vielleicht wenig Sinn, warum es diese oder jene Übung ausführen soll, wir hingegen wissen, dass dies die Rückenmuskulatur stärkt und deshalb wichtig ist. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Ein guter Leader wird seinem Pferd in diesem Fall mit </span><b>liebevoller Konsequenz</b><span style="font-weight: 400;"> die einzelnen Schritte des Plans zu erklären, aber auch darauf bestehen, dass er umgesetzt wird. </span><b>Nicht um jeden Preis und immer mit Blick auf die aktuelle Situation, aber konsequent. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Eine Freundin, die ständig ihre Versprechen bricht und sich nicht an Vereinbarungen hält, wird wohl die längste Zeit deine Freundin gewesen sein. Genau so ergeht es unseren Pferden. Menschen, die nicht verlässlich sind, eignen sich in den Augen unserer Pferde nicht als Leader und werden entsprechend behandelt. Es kommt zu Respektlosigkeit und so genannten “Unarten” im Umgang.  </span></p><ol><li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><b>Reflektieren und konstant verlässlich bleiben </b><span style="font-weight: 400;">  </span></li></ol><p><span style="font-weight: 400;">Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich ein absoluter Verfechter von persönlicher Weiterbildung und Reflexion bin. Um ein guter Leader für dein Pferd zu sein und dessen ehrlichen Respekt zu bekommen, ist es ebenfalls extrem wichtig, dass man sich selbst immer wieder reflektiert und daran arbeitet, besser zu werden. </span></p><p><b>Pferde leben viel stärker im Hier und Jetzt als wir. </b><span style="font-weight: 400;">Sicher kennst du die Situation auf einem Klassentreffen, indem man fast sofort wieder in die Rolle rutscht, die man auch zur Schulzeit hatte. Und dabei spielt es eigentlich keine Rolle, wie viel Zeit seitdem vergangen ist und wie sehr man sich weiterentwickelt hat. Menschen haben ein bestimmtes Bild von ihren Mitmenschen im Kopf und brauchen häufig sehr lange bis sie dieses durch ein aktuelleres ersetzen. Das liegt daran, dass wir Menschen sehr stark in der Vergangenheit und der Zukunft denken. Pferde hingegen leben stärker im Hier und Jetzt und so kommt es, dass ein Leader auch immer wieder aufs Neue beweisen muss, dass er seine Führungsqualitäten noch innehat. </span></p><p><b>Das Überleben der Herde ist davon abhängig, dass der Leader heute noch so verlässlich ist wie gestern,</b><span style="font-weight: 400;"> falls er das nicht ist, muss er ersetzt werden, sonst ist die Herde in Gefahr. Das bedeutet, dass wir unserem Pferd jeden Tag aufs Neue beweisen müssen, dass auch wir verlässlich sind. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Die gute Nachricht: Wenn du bisher eher nicht mit Führungsqualitäten geglänzt hast, kannst du die Meinung deines Pferdes über dich aber auch recht schnell wieder verändern. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Dabei sind es weniger die konkreten “Respekt-Übungen”, die du mit deinem Pferd ausführen kannst, noch hilft es, deinem Pferd Tricks beizubringen. Es sind die tägliche Haltung und das Auftreten, sowie der Umgang mit Schwierigkeiten im Alltag, die uns als souveränen Leader auszeichnen &#8211; oder eben auch nicht. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Du wirst auch nicht jeden Tag knallharte Rängkämpfe führen müssen, aber dein Pferd erwartet von dir, dass du eben solide und verlässlich bist und es führen kannst. Deshalb ist es extrem wichtig, dass du dich regelmäßig selbst reflektierst und weiterbildest &#8211; so kannst du dein Pferd (noch mehr) davon überzeugen, dass du ein zuverlässiger Leader bist, den es respektieren und dem es vertrauen kann. </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Zusammenfassend kann man also sagen, dass Respekt, zumindest in meiner Definition keine Einbahnstraße ist.</span><b> Nur, wenn du absolut dazu bereit bist, dein Pferd in seiner Natur zu respektieren und dessen Bedürfnissen gerecht wirst, wird dein Pferd dich vertrauensvoll respektieren. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Besteht schließlich dieser gegenseitige Respekt, kann daraus eine wundervolle, tiefe und ehrliche Partnerschaft entstehen, in die man gerne investiert und für die man sich bemüht, noch besser zu werden. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">“Horses run faster and jump higher out of heart and desire.” (Pat Parelli) </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Hast du den Respekt deines Pferdes gewonnen, können Dinge geschehen, die du dir bisher nicht erträumen konntest. </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Dein Pferd verhält sich respektlos? Du brauchst Hilfe beim Respekt- und Beziehungsaufbau? Du suchst einen Horsemanship-Trainer, der dich dort abholt wo du stehst und dich ganzheitlich unterstützt? Dann melde dich sehr gerne bei mir &#8211; gemeinsam können wir eine Strategie entwickeln, wie ich dir bestmöglich dabei helfen kann, der perfekte Partner und Leader für dein Pferd zu werden! </span></p><p> </p><p><span style="font-weight: 400;">Ich sende dir liebevoll-respektvolle Grüße und wünsche dir eine schöne Zeit mit deinem Pferd! </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Bis bald, </span></p><p><span style="font-weight: 400;">deine Kathi </span><span style="font-weight: 400;"><br /><br /></span></p><p><br /><br /></p>						</div>
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		<item>
		<title>Dein 5 Punkte Plan gegen schlechte Angewohnheiten bei deinem Pferd und natürlich auch bei dir</title>
		<link>https://katharina-theisinger.com/5-punkte-gegen-schlechte-angewohnheiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2022 12:24:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn du immer das selbe tust und denkst wirst du auch immer das selbe Ergebnis bekommen!]]></description>
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							<p>Gerade im Umgang mit neuen Schülerinnen und ihren Vierbeinern erlebe ich häufig, dass der Alltag von bestimmten Denkmustern und leider auch oft ungünstigen Angewohnheiten geprägt ist.<br />Das Pferd schubst und drängelt, zieht seinem Besitzer den Futtereimer aus der Hand, nimmt den Kopf beim Halftern oder Trensen so hoch, dass man eine Leiter bräuchte oder lässt sich schlecht Führen.<br />Sicher kennst du solche Beispiele auch zur Genüge. In kaum einem Stall kann man sie nicht finden und wenn wir ehrlich sind: Leider schleichen sich auch bei uns selbst manchmal schlechte Gewohnheiten ein.<br />Denn nicht nur unsere Pferde sind Mustertiere, sondern auch wir.<br />Viele dieser schlechten Angewohnheiten übernehmen wir ganz unbewusst und merken gar nicht, wie sehr sie uns im Alltag einschränken.<br />Da gibt es die „Vögelchen“, die ständig schnalzen und pfeifen, um ihr Pferd anzutreiben, die<br />„Griesgrämigen“, die ihr Pferd in Dauerschleife tadeln, aber auch die „Klopfer“, die ihre Pferde zum Lob so stark auf den Hals schlagen, dass man es noch einige Meter weiter hört.<br />Vielleicht hast du jetzt beim Lesen schon das ein oder andere Mal schuldbewusst lächeln müssen, weil du dich ertappt gefühlt hast oder du gleich an jemanden denken musstest, der ein Paradebeispiel für solche Gewohnheiten ist.<br />Fragen wir Freunde und Familie, so haben wir sicher auch im „normalen“ Alltag einige Angewohnheiten, die den anderen auf die Nerven gehen und die sie gerne eliminieren würden, aber darum soll es hier nicht gehen: Jeder Mensch hat bestimmte Eigenschaften, die andere Menschen besonders liebenswürdig oder besonders nervig finden und das ist auch gut so!<br />Wir müssen nicht allen gefallen und die Menschen, denen wir wirklich wichtig sind, sehen über diese kleinen Schwächen sicher auch gerne hinweg.<br />Mir geht es im heutigen Beitrag eher um die Gewohnheiten und damit verbundenen Denkmuster, die dich im Umgang mit deinem Pferd davon abhalten, eine wirklich tiefe Beziehung zu deinem Pferd aufzubauen und die Ergebnisse zu erzielen, die du dir wünscht!<br />Aber beginnen wir doch zunächst ganz wissenschaftlich-klassisch mit einer Definition: Eine Gewohnheit wird durch den Duden definiert als: „durch häufige und stete Wiederholung selbstverständlich gewordene Handlung, Haltung, Eigenheit; etwas oft nur noch mechanisch oder unbewusst Ausgeführtes“.<br />Das bedeutet, dass eine Gewohnheit sowohl häufig wiederholt wurde und sich inzwischen tief im<br />Verhalten eingebrannt hat, als auch unreflektiert und unbedacht ausgeführt wird. Diese beiden Faktoren machen es besonders schwer, schlechte Gewohnheiten abzulegen.<br />Wer sich selbst zum Beispiel das Rauchen abgewöhnt hat, weiß, dass es besonders schwer ist, auf die Zigarette zu verzichten, wenn man es in bestimmten Situationen getan hat, wie zum Beispiel nach dem Essen.<br />Man hat sich einfach daran gewöhnt und tut es ohne darüber nachzudenken.<br />Wie man es trotzdem schaffen kann, alte Gewohnheiten abzulegen, erkläre ich dir später.<br />Wie unterscheiden sich nun Gewohnheiten von Denkmustern?<br />Denkmuster werden vom Duden definiert als „gedanklich konzipiertes Muster der Funktion oder<br />Struktur von etwas, hypothetischer Entwurf“.<br />Ein Denkmuster ist also gewissermaßen eine Struktur, die wir uns in unserem Gehirn zurechtlegen, während eine Gewohnheit die Ausführung einer Tätigkeit ist. Während wir also bei einem Denkmuster (noch) nicht selbst aktiv werden, führen wir Gewohnheiten in der Regel (unbewusst) aus.<br />Eine Gemeinsamkeit gibt es jedoch dennoch: Sowohl Denkmuster als auch Gewohnheiten werden oft unbewusst gebildet und vollzogen.<br />Sie schleichen sich langsam ein und können nur schwer verändert werden, da Menschen sehr empfänglich für Denkmuster und Gewohnheiten sind und gerne an diesen festhalten.<br />Aber warum verfallen wir so gerne in Denkmuster und Gewohnheiten? Um das herauszufinden, muss wir uns zunächst bewusst machen, für was wir Denkmuster und Gewohnheiten brauchen.<br />Menschen sind in der Lage, hochkomplexe Sinnzusammenhänge zu erkennen und viele Informationen gleichzeitig zu filtern und zu verarbeiten.</p><p>Trotzdem ist die Welt in ihrer vollen Komplexität für den Menschen nicht verständlich. In jedem<br />Moment prasseln so viele Reize auf uns und unsere Sinne ein, dass diese unmöglich alle gleichzeitig verarbeitet werden können.<br />Um dies zu verstehen, kann dir die folgende Übung helfen:<br />Stelle dich an einen Platz, an dem viel los ist. Zum Beispiel auf den Marktplatz in der Stadt oder, wenn du in einem großen Stall stehst, auch dort an einen Ort, der gerne und viel besucht wird.<br />Nimm nun wahr, was du sofort registrierst. Was nimmst du direkt wahr und was sticht dir gewissermaßen gleich ins Auge?<br />Konzentriere dich anschließend auf deine einzelnen Sinne, nimm wahr, was du siehst, hörst, riechst, schmeckst und spürst. Du wirst merken, dass dir mit höherer Aufmerksamkeit und Konzentration immer mehr Dinge auffallen werden.<br />Beim ersten Versuch hat dein Gehirn direkt gefiltert und Eindrücke ausgeblendet, die dir als nicht wichtig erschienen – und das ist auch gut so!<br />Wer ständig alles wahrnimmt, kann sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren und wird früher<br />oder später große Probleme im Alltag bekommen, da derjenige von all den Eindrücken erdrückt<br />werden würde.<br />Ein zweiter wichtiger Faktor, dem wir uns bewusst werden müssen, ist Folgendes: Menschen sind<br />Mustertiere. Wir lieben Routinen, denn sie geben uns Sicherheit und gestatten uns, dass wir uns in<br />unserer komplexen Welt zurechtfinden.<br />Auch hier ein einfaches Beispiel: Nach einem langen Tag im Stall beschließt ihr, gemütlich im<br />Reiterstübchen Pizza zu essen. Du studierst also gefühlt stundenlang die lange Liste des Lieferservices und liest dir hunderte von Variationen durch, die durchaus interessant klingen. Und trotzdem entscheidest du dich für die Pizza Funghi, wie eigentlich immer.<br />Na, ertappt? Glaub mir, das ist ein völlig normales Verhalten! Wir lieben es, wenn wir das Gefühl<br />haben, wir hätten etwas unter Kontrolle und wüssten, was auf uns zukommt.<br />Doch nicht nur die Bestellung beim Pizza-Lieferservice ist oft von Gewohnheiten geprägt. Auch unser Alltag mit unseren Pferden ist voll von Denkmustern und Routinen.<br />Manchmal sind es sehr offensichtliche, wie etwa ein bestimmtes Vorgehen beim Misten des Stalles oder die immer gleiche Reihenfolge beim Hufe auskratzen.<br />Doch manchmal sind die Routinen auch etwas subtiler und müssen uns erst wieder bewusst gemacht werden.<br />Klopfe ich mein Pferd zur Belohnung kräftig auf den Hals statt es vielleicht lieber mit einer Pause zu belohnen? Oder mache ich mir beim Aufsteigen bereits Gedanken, dass der Rechtsgalopp wieder so schrecklich steif werden wird wie die letzten Male?<br />Grundsätzlich kann man sagen, dass es gute, schlechte und „neutrale“ Denkmuster und<br />Verhaltensweisen von uns im Umgang mit unseren Pferden gibt.<br />Zu jedem ein kurzes Beispiel:<br />Ein sehr destruktives Denkmuster wäre etwa der Gedanke: „Ich kann das nicht!“. Dieser Gedanke zerstört nicht nur das eigenen Selbstwertgefühl, er verhindert auch sehr sicher, dass wir uns selbst die Möglichkeit<br />geben, um zu wachsen. Wie wir solche destruktiven Denkmuster verändern können, erkläre ich dir später. Ein Beispiel für eine hilfreiche/gute Gewohnheit wäre vielleicht das automatisierte Aufsetzen des Reithelms bevor ich aufs Pferd steige.<br />Dieses Verhalten hat sich eingeschliffen und ich muss nicht mehr darüber nachdenken, es zu tun.<br />Gleichzeitig ist es mir dienlich, da es meine Sicherheit beim Reiten verstärkt.<br />Auch der reflexartige indirekte Zügel statt das Ziehen an beiden Zügeln, wenn etwas außer Kontrolle gerät, kann eine solche gute Gewohnheit sein.<br />Die eben beschriebene, immer gleiche Reihenfolge beim Hufe geben könnte ein Beispiel für eine<br />„neutrale“ Gewohnheit sein. Zwar entsteht nicht unbedingt ein Schaden oder ein großer Nutzen<br />(zumindest nicht bei jedem Pferd), allerdings sollten wir uns auch diese Gewohnheiten unbedingt vor Augen führen, damit wir sie gezielt steuern und zu unserem Nutzen verändern oder beibehalten können.<br />Auch hierfür ein Beispiel: Ein junges Fohlen, das von seinem Charakter her eher unsicher und ängstlich i<span style="color: var( --e-global-color-text );">st, findet vielleicht Sicherheit darin, wenn wir die Hufe immer in der gleichen Reihenfolge aufheben. Die</span><span style="color: var( --e-global-color-text );">Situation wird dann vorherseh- und für das Fohlen berechenbar.</span></p><p>Ein sehr sicheres und cleveres Pferd durchschaut diese Routine ebenfalls, nutzt sie jedoch vielleicht zu unserem Nachteil und macht sich einen Spaß daraus, immer genau den Huf wegzuziehen oder zu <span style="color: var( --e-global-color-text );">belasten, den wir als nächstes greifen möchten.</span></p><p>Hier könnte es dann möglicherweise helfen, die Reihenfolge immer wieder zu verändern, um das Pferd aufmerksam zu halten und es spielerisch zu fordern.<br />Nimm dir an dieser Stelle ruhig mal ein paar Minuten Zeit und überlege, welche Denkmuster und<br />Gewohnheiten sich bei dir im Umgang mit deinem Pferd eingeschlichen haben.<br />Notiere sie dir und erweitere die Liste bei Gelegenheit.<br />Versuche anschließend einzuordnen, ob die aufgelisteten Punkte eher positiv (+), negativ (-) oder neutral (+/-) sind.<br />Sicher möchtest du nun die negativen Denkmuster und Routinen stoppen oder in etwas weniger<br />destruktives umwandeln und die Liste vielleicht um den ein oder anderen positiven Aspekt ergänzen.<br />Allerdings weißt du ja aus eigener Erfahrung und vom Beginn des Blogbeitrags, wie schwer es tatsächlich ist, alte Gewohnheiten loszulassen oder zu verändern.<br />Doch nur, weil es schwierig ist, heißt es nicht, dass es unmöglich ist!<br />Ich habe ein paar Tipps für dich gesammelt, wie du es dennoch schaffen kannst:<br />Zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch!<br />Mit der Liste, die du dir gerade eben erstellt hast, hast du den ersten schweren Schritt schon geschafft – um Denkmuster und Gewohnheiten verändern zu können, müssen wir uns derer zunächst bewusst werden!<br />Nur, wenn wir über die Anwesenheit der negativen Routinen Bescheid wissen, können wir sie auch<br />angehen.<br />Du hast noch keine Liste geschrieben? Dann aber los, ich verspreche dir, es lohnt sich!<br />Nachdem du dich nun intensiv reflektiert hast (kein sehr schöner Schritt, sich einzugestehen, dass man häufig sehr destruktiv mit sich und seinem Pferd ist, ich weiß), kannst du nun zum etwas angenehmeren<br />Teil übergehen: Überlege dir, wie du die schlechten Angewohnheiten positiver gestalten kannst.<br />Hier kommt noch einmal das Denkmuster von vorhin zum Tragen: Statt „Ich kann das nicht.“ könntest du zum Beispiel „Ich kann das NOCH nicht.“ aufschreiben.<br />Notiere dir so viele positive Beispiele wie möglich und suche dir Unterstützung, wenn du nicht weißt, wie du eine schlechte Gewohnheit verändern sollst. Statt zu klopfen, könntest du streicheln, statt ständig zu schnalzen, könntest du die Zunge kurz an den Gaumen pressen usw.<br />Wichtig: Manchmal kann es sinnvoll sein, wenn man sich kleine „Brücken“ baut, gerade wenn man<br />eine Gewohnheit einfach nur „löschen“ möchte, dies aber nicht gleich kann (Beispiel: schnalzen).<br />Nun hast du eine super positive Liste mit tollen Denkmustern und Gewohnheiten! Jetzt nichts wie raus zum Pferd und diese etablieren!<br />Aber auch hier solltest du etwas sehr Wichtiges beachten: Versuche nicht sofort ALLE Denkmuster und Gewohnheiten zu erneuern, sondern fange klein an. Nimm dir zunächst etwas vor, was dir möglichst leicht fällt und worauf du dich zunächst fokussieren kannst.<br />Mit jedem Erfolgserlebnis wird sich deine Motivation und Lust steigern, noch mehr zum Positiven zu verändern und du kannst auch die alten und hartnäckigen Fälle angehen.<br />Gib dir aber auch unbedingt die Zeit, die es braucht! Rechne damit, dass du mehrere Wochen, bei sehr fest verankerten Gedanken und Handlungen auch mehrere Monate hart an dir arbeiten musst.<br />Aber du wirst sehen – es lohnt sich! Denn es wird die Beziehung zu deinem Pferd und auch deine<br />Beziehung zu dir selbst auf ein ganz neues Level heben!<br />Der letzte Punkt, den ich unbedingt ansprechen möchte, ist: Erlaube dir Fehler!<br />Wir alle machen Fehler und Rückschritte. Doch ein Rückschritt ist immer noch ein Schritt und gehört zum Lernprozess dazu.<br />Werfe nicht sofort das Handtuch, wenn du EINMAL in ein altes Muster gefallen bist, sondern reflektiere die Situation und versuche beim nächsten Mal einfach etwas aufmerksamer zu sein, damit du dem Scheitern vorbeugen kannst.<br />Wie du jetzt weißt, sind Denkmuster und Gewohnheiten fest im Hirn verankert und wollen dort auch nicht unbedingt so leicht wieder heraus!</p><p>Psst! &#8211; Wenn dir das jetzt alles etwas viel war: Auf meinem Instagram-Account findest du bei den<br />Beiträgen noch einmal eine super kurze Zusammenfassung der eben aufgeführten 5 Schritte, wie<br />du alte Denkmuster loswirst!<br />Und weil Routine und Wiederholung nicht nur beim Etablieren von guten Gewohnheiten hilft, sondern auch beim Lernen enorm wichtig ist, hier das Wichtigste des heutigen Artikels noch einmal in aller<br />Kürze:<br /><strong>5 Fakten zu Denkmustern und Gewohnheiten und deren Veränderung:</strong><br />1. Gewohnheiten und Denkmuster vereinfachen uns den Alltag. Nur durch sie können wir uns in<br />unserer komplexen Welt überhaupt zurechtfinden.<br />2. Denkmuster und Gewohnheiten sind tief in unserem Denken und Handeln verankert und<br />geschehen meist unbewusst. Deshalb ist es so schwierig, sie zu verändern.<br />3. Schwierig heißt nicht unmöglich! Destruktive Denkmuster und Gewohnheiten können verändert werden. Du kannst es schaffen, wenn du willst!<br />4. Mit meinem 5-Punkte-Plan kannst du deine negativen Angewohnheiten abstellen oder in etwas<br />Hilfreiches verwandeln.<br />5. Wie immer gilt: Alles, was du brauchst, steckt bereits in dir und ich freue mich, wenn du dich<br />dafür entscheidest, dies mit mir gemeinsam aus dir herauszukitzeln!</p><p><br />Ich wünsche dir eine tolle Zeit mit deinem Pferd und viele konstruktive Denkmuster und Gewohnheiten!<br />Bis bald,<br />deine Kathi</p>						</div>
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		<title>Die Erfolgsgeschichte von Amelie- ein Hoch auf das Horsemanship-Intensivcoaching!</title>
		<link>https://katharina-theisinger.com/horsemanship-intensivcoaching-amelie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 08:12:16 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Artikel kannst du Amelie's Erfolgsgeschichte, die sie dank des Intensivcoachings mit ihrem Pferd erreicht hat, lesen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6878" class="elementor elementor-6878">
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							<p><strong>Horsemanship-Booster:</strong></p>
<p><strong>Die Geschichte von Amelie und Friedrich im Interview</strong></p>
<p>Sicher bist du auf meiner Website oder auf Instagram schon auf das Herzstück meiner Arbeit gestoßen:<br />Das Horsemanship-Intensivcoaching!<br />Mir liegt es besonders am Herzen, meine Studenten so intensiv auszubilden, dass sie in der Lage sind, selbst der beste Trainer für ihr Pferd zu werden und völlig selbstständig gute Entscheidungen für sich und ihr Pferd treffen zu können.<br />Aber sicher kamen dir beim Lesen auch schon Fragen wie „Kann Pferdetraining online überhaupt funktionieren ohne, dass ich meinen Horsemanship-Trainer in der Nähe habe?“ oder „Kann mir Horsemanship oder Parelli mit den sieben Spielen bei meinem Problem überhaupt helfen?“.<br />Um diese Zweifel und Fragen aus dem Weg zu räumen, fragen wir am besten jemanden, der diesen Weg schon gemeinsam mit mir gegangen ist.</p>
<p>Amelie ist eine ehemalige Intensiv-Coaching-Teilnehmerin und hat sehr erfolgreich an meinem<br />Programm teilgenommen.<br />Ich konnte sie für ein kurzes Interview begeistern, damit sie dir ganz exklusiv und ehrlich von ihren<br />Erfahrungen berichtet.</p>
<p><br /><strong>Hier also das Interview in voller Länge:</strong></p>
<p><br /><strong>Creating Horseman (CH):</strong> Hallo liebe Amelie, bevor wir jetzt gleich mit deiner Erfolgsgeschichte<br />starten – erzähl uns doch mal kurz, wer du bist, was du machst und wo dein reiterlicher Schwerpunkt liegt.</p>
<p><br /><strong>Amelie (A):</strong> Hallo! Ich bin Amelie und ich habe seit über 20 Jahren Pferde. Ich reite freizeitmäßig<br />Springen, Dressur und im Gelände.<br />Mein Pferd Friedrich ist ein mittlerweile elfjähriger Wallach, den ich selbst aus meiner Stute gezogen habe. Charakterlich ist er sehr extrovertiert und neugierig und steht auf Action. Deshalb ist er auch schnell gelangweilt und denkt sich dann gerne mal Dummheiten aus.<br />Da ich aber eher introvertiert und ruhig bin, matchen Friedrich und ich auf den ersten Blick nicht ganz so gut.</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Bitte beschreib uns doch mal eure Ausgangssituation, bevor du Intensiv-Coaching-Teilnehmerin wurdest und wir zusammengearbeitet haben.</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Mein Friedrich ist ein sehr großes, kräftiges Pferd, das Action liebt! Wenn ihm aber etwas zu viel wurde, ließ er mich gerne mal stehen und riss sich los, da er sehr impulsiv ist. Auf diese Art hat er mich stark eingeschüchtert und gestresst. Mein Verhalten hat ihn dann wiederum verunsichert und so haben wir uns regelmäßig gegenseitig aufgeschaukelt.<br />Wenn Friedrich gestresst war, neigte er zu Übersprungshandlungen und biss in die Zügel oder Führstricke.<br />Manchmal ist er auch einfach an der Hand losgebockt.<br />Ich hatte tatsächlich auch einmal einen Unfall mit meinem Pferd und danach kam bei mir eine große Angst vorm Reiten auf.<br />Die Reithalle habe ich nur noch sehr früh oder sehr spät genutzt, damit ich möglichst alleine bin. An Arbeit auf dem Reitplatz war zu diesem Zeitpunkt gar nicht zu denken – höchstens im Sommer wenn es richtig heiß war und wir alleine waren.<br />Ins Gelände zum Ausreiten oder Spazieren gehen sind wir gar nicht gegangen.<br />Die Zeit miteinander war immer sehr stressig und unsicher und wirklich etwas beibringen konnte ich ihm gar nicht, weil er mir oft nicht richtig zugehört hat und auch gymnastizierende Arbeit war undenkbar.<br />Dementsprechend war er auch körperlich in einer eher unguten Verfassung.</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Was war rückblickend dein Motiv, warum du mit mir zusammenarbeiten wolltest?</p>
<p><strong>A:</strong> Ich war auf der Suche nach Hilfe, aber ich wollte keine Hilfe von einem „FN-Reiter“. Ich war früher immer unzufrieden mit meinen Reitlehrern, wusste aber auch nicht so richtig, was mich an diesem Reitunterricht gestört hatte.<br />Rückblickend kann ich nun sagen, dass mein Pferd zwar immer „irgendwie“ lief, es mich aber nie<br />wirklich verstanden hat. Es fehlte ihm an Verständnis und Motivation und dadurch war er sehr gestresst.<br />Es war kein Miteinander, was mein Pferd und ich miteinander hatten.<br />Aus diesem Grund habe ich etwas anderes gesucht und da ich bereits einmal an einem Parelli-Kurs<br />teilgenommen hatte, fand ich das sehr schön und habe dich dann über deine Website kontaktiert.<br />Parallel dazu wurdest du mir von einer Stallkollegin empfohlen. Daraufhin sprang ich dann über meinen Schatten und probierte es einfach aus!<br />Anfangs war ich allerdings ein bisschen skeptisch&#8230;</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Oh ja, ich erinnere mich gut.</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Ja, ich war sehr unsicher, ob das Online-Coaching oder der Reitunterricht auf Distanz tatsächlich funktionieren konnte, gerade auch für mich als Natural Horsemanship Einsteiger. Da hast du mich aber sehr schnell überzeugen können, dass dein Programm sehr wirkungsvoll ist und ich war ziemlich schnell ziemlich begeistert!</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Ich freue mich sehr, dass ich dich überzeugen konnte! Beschreib doch bitte mal, was dein Ziel war. Was hast du dir von der Zusammenarbeit erhofft?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Ich habe mir die Fähigkeiten und das Wissen erhofft, um die Aufmerksamkeit meines Pferdes zu erlangen, ihm und mir gleichermaßen Sicherheit zu geben und dass wir dadurch keinen Stress mehr im Umgang miteinander und wenn wir zusammen unterwegs sind, haben.<br />Mein Ziel war es, ein offenes und entspanntes Pferd zu haben, mit dem ich mir etwas zusammen<br />erarbeiten kann.</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Was würdest du sagen, hast du durch die Zusammenarbeit erreicht?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Genau das, was ich mir vorgenommen habe. Und noch viel mehr! (lacht) Der Friedrich und ich haben eine richtige Partnerschaft entwickelt und eine Verbundenheit erlangt – das ist echt irre!<br />Manchmal schenkt er mir ganz viel Nähe und Entspanntheit, er kaut und gähnt dann und macht die Augen zu. Das sind total schöne Momente, die mich wirklich happy machen!<br />Wir können inzwischen alles ohne Stress machen und sind nicht mehr eingeschränkt in unseren Tun. Falls es doch mal stressig werden sollte, was aber so gut wie nie vorkommt, weiß ich sofort, was ich tun kann, um das abzustellen.<br />Reiten ohne Angst, spazieren gehen, entspannt ausreiten – alles klappt auf einmal!</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Das volle Programm also?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Ja, das volle Programm! Alles ist möglich! Selbst das Verladen in den Hänger und wo anders<br />hinfahren zum Trainieren ist möglich. Es ist keine Aufgeregtheit oder Angst mehr da, dass sich das Pferd losreißt oder etwas anderes passiert.</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Voll schön! Das klingt, als hättet ihr viel Spaß zusammen. Wie würdest du denn die Zusammenarbeit mit mir beschreiben?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Total angenehm! Du bist sehr sehr nett und offen und du gibst tolle Hilfestellungen!<br />Das Parelli-Programm hat eine super Struktur, dadurch erhält man einen perfekten „Roten Faden“ für sich und sein Pferd. Es ist eben nicht nur eine Pferdeausbildung, sondern noch viel mehr eine<br />Menschenausbildung und fördert extrem die Beziehung zwischen Mensch und Pferd.<br />Es ist eben nicht nur ein Pferde Online-Kurs, der unter einem bestimmten Thema, wie zum Beispiel „Gelassenheitstraining“ steht, sondern eine super intensive Zeit, die ganzheitlich und individuell auf dich und dein Pferd eingeht.<br />Kathi, du hast total viel Input geben können und ich finde es mega gut, dass man jede Woche einen Wochenplan bekommt, sodass man auch alleine strukturiert arbeiten und sein Ziel weiterverfolgen kann.</p>
<p><strong>CH:</strong> Mit dem Wochenplan weißt du dann eigentlich immer, was du zu tun hast, oder?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Genau! Es ist immer gut, wenn man einen Plan hat, den man „abarbeiten“ kann. Dadurch kommt Struktur ins tägliche Training und man macht mehr ohne darüber nach zu denken. Man kommt also mehr<br />ins effektiv arbeiten statt sich alles kaputt zu denken. Gleichzeitig ist das Training sehr abwechslungsreich<br />und beinhaltet sowohl Bodenarbeit als auch Übungen zum Reiten.</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Das freut mich sehr, dass die Wochenpläne dir so viel Sicherheit gegeben haben! Gab es denn etwas am Programm, was dich besonders überrascht hat?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Ja, tatsächlich. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Training auf Distanz so gut funktioniert! Ich bin ganz angetan von dem Gedanken, dass wenn ich etwas in der Live-Unterrichtsstunde erreicht habe, zum Beispiel dass mein Pferd entspannt ist, dann habe ich das selbst erreicht!<br />Es lag nicht an der guten Energie des Trainers, der in der Mitte stand oder der mir sogar mein Pferd aus der Hand genommen hat, sondern ich habe es alleine geschafft.<br />Das hat mir ganz viel Sicherheit gegeben, auch für die Sessions alleine mit Friedrich und für die Zeit nach dem Intensiv-Coaching.<br />Ich wusste, dass ich es auch ohne Anleitung schaffen kann, weil ich es ja schon selbst geschafft hatte.<br />Natürlich mit dir und deinen guten Ratschlägen im Ohr, aber wenn man es von der Präsenz und Energie und allem selbst hinbekommen hat, dann ist man gleich viel zuversichtlicher, dass man das in kritischen Situationen auch selbst schafft!<br />Richtig toll finde ich auch die Protokolle, die man bekommt und in denen man jederzeit nachlesen kann, falls man etwas vergessen sollte (was einem ja doch schnell passiert). Gerade auch in einer Stunde, die voll mit Input ist, geht häufig etwas verloren, was man später jedoch noch einmal brauchen könnte. So kann man es dann ganz entspannt noch einmal nachlesen.</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Okay und warum würdest du sagen, hast du dich ausgerechnet für mich entschieden?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Also du warst ja quasi eine Empfehlung meiner Stallkollegin und daraufhin habe ich mich dann über deine Website über dich informiert, was mich total angesprochen hat!<br />Ich wurde nicht enttäuscht – es hat sich alles einfach bestätigt und ich würde mich jederzeit wieder für dich entscheiden – Einfach weil du dir so super viel Mühe gibst und ein unglaublich tolles Ziel verfolgst:<br />Deine Schützlinge so weit ausbilden, dass sie nach dieser intensiven Zeit auch alleine zurecht kommen und nicht ewig in der Abhängigkeit eines Reitlehrers in der Nähe stehen.</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Ja, genau das ist mein Ziel: dass die Leute aus dieser Abhängigkeit herauskommen, dass immer jemand kommen muss, damit sie zielführend mit ihrem Pferd arbeiten können. Ich möchte, dass meine Studenten selbst wissen, was zu tun ist und selbstständig den nächsten Schritt kennen und ihn auch gehen und dadurch unabhängig agieren können.</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Ja genau, das habe ich zu 100% erfahren und es hat tatsächlich auch geklappt (lacht).</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Wem würdest du denn eine Zusammenarbeit mit mir empfehlen?</p>
<p><br /><strong>A:</strong> Eigentlich allen, die eine echte Partnerschaft mit ihrem Pferd eingehen, ihr Pferd verstehen und Spaß mit ihm haben wollen – eben allen, die ein echter Horseman werden wollen!<br />Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Seit dem Intensiv-Coaching haben Friedrich und ich eine<br />unglaublich schöne Zeit und so viel Spaß miteinander!</p>
<p><br /><strong>CH:</strong> Und genau so sollte es schließlich auch sein! Die Pferde sind unser Hobby und ein Hobby sollte man wirklich genießen können und der Pferdealltag sollte keine zusätzliche Stressbelastung in dem anstrengenden Alltag, den wir sowieso schon haben, sein, sondern wir sollten es wirklich als Erholungsort empfinden können.<br />Ich danke dir sehr für das Interview, liebe Amelie und natürlich für die schöne Zusammenarbeit!</p>
<p>Geht es dir ähnlich wie Amelie mit ihrem Friedrich vor unserem Coaching? Hast du dich bei der<br />Problembeschreibung erkannt oder zeigt dein Pferd ein ganz ähnliches Verhalten?<br /><strong>Dann buche dir noch heute dein erstes Kennenlerngespräch und lass uns den Schritt in eine entspannte</strong><br /><strong>Zukunft mit deinem Pferd zusammen gehen!</strong></p>
<p><br />Ich freue mich sehr auf dich und deine Geschichte!<br />Bis bald,<br />deine Kathi</p>						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Freundschaft oder Führung &#8211; was braucht dein Pferd?</title>
		<link>https://katharina-theisinger.com/freundschaft-oder-fuehrung-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jessica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2022 08:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Horse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://katharina-theisinger.com/?p=6381</guid>

					<description><![CDATA[In diesem Artikel erfährst du, ob dein Pferd eher eine Freundschaft oder mehr Führung braucht. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Schon wieder ein Beitrag zum Thema &#8218;Freundschaft oder Führung&#8216;?!“, wirst du jetzt vielleicht denken. Ich glaube, kein Thema spaltet die Reiterwelt so sehr wie diese Gretchen-Frage des Reitsports.&nbsp;</p>
<p>Doch fast so häufig wie man diese Überschrift liest, findet man auch Kommentare, die vor allem eines bedienen: Die Beantwortung der Frage aus der Sicht des Menschen.&nbsp;</p>
<p>Wir stellen uns diese Frage gerne und beantworten sie noch lieber aus unserer Sicht, damit wir eine möglichst zufriedenstellende Antwort erhalten und das Gefühl haben, wir machen alles richtig.&nbsp;</p>
<p>In diesem Beitrag möchte ich dich jedoch ermutigen, die Situation einmal aus der Sicht des Pferdes zu sehen – was BRAUCHT mein Pferd, damit es ein gutes, ein lebenswertes Leben in unserer Menschenwelt leben kann?&nbsp;</p>
<p>Um diese Frage zu beantworten, sollten wir zunächst eine ganz grundlegende Frage klären: Was braucht mein Pferd überhaupt, um gut Leben zu können?&nbsp;</p>
<p>Na klar, Futter, Wasser und ein Dach über dem Kopf, wirst du jetzt vielleicht denken.&nbsp;</p>
<p>Ja und nein – natürlich sind diese physiologischen Bedürfnisse für ein Pferd wichtig. Aber anders als bei uns Menschen gibt es für Pferde einige Dinge, die noch wichtiger sind.&nbsp;</p>
<p>Abraham Maslow erstellte eine Pyramide, mit welcher er die menschlichen Bedürfnisse hierarchisierte, um zu verstehen, aus welchen Motiven heraus Menschen handeln.&nbsp;</p>
<p>Ganz unten, quasi als Fundament, findet man hier die sogenannten „Grundbedürfnisse“ wie Essen, Trinken, Schlafen und die körperliche Unversehrtheit. Von unten nach oben baut sich diese Pyramide anschließend aus den folgenden Bedürfnissen zusammen: Materielle und berufliche Sicherheit, soziale Sicherheit wie Freundschaft, Zugehörigkeit und Liebe, Wertschätzung und als Spitze das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. </p>
<p>Diese Bedürfnisse sind nach Wichtigkeit geordnet. Das erscheint uns natürlich mehr als logisch – wer Hunger hat, wird nicht nach Selbstverwirklichung streben.&nbsp;</p>
<p>Doch wir dürfen nicht vergessen, was wir, trotz vieler Jahre der Evolution sind: Wir sind Jäger, also Raubtiere. Wir „jagen“ nach materiellen Dingen und Anerkennung.&nbsp;</p>
<p>Trotz einiger Unterschiede lässt sich diese Hierarchie auch auf andere „Raubtiere“ im Tierreich übertragen – ein Hund beispielsweise ist uns in seinen Bedürfnissen sehr ähnlich – auch er wird zunächst nach Nahrung suchen und materielle Dinge „jagen“.&nbsp;</p>
<p>Ein Pferd jedoch, das als Flucht- bzw. Beutetier auf die Welt kommt, setzt seine Prioritäten etwas anders – für diese Tierart steht die Sicherheit an oberster Stelle! Ein Pferd in Todesangst frisst nicht! Es wird alles daran setzen, Sicherheit zu finden und sich erst viel später mit der Nahrungssuche beschäftigen.&nbsp;</p>
<p>Das erklärt übrigens auch, warum ein Pferd, das WIRKLICH Angst davor hat, in den Pferdehänger zu gehen, sich auch nicht mit Karotten dazu überreden lässt.&nbsp;</p>
<p>Doch was haben diese Bedürfnisse nun mit dem Thema Freundschaft oder Führung zu tun?&nbsp;</p>
<p>Wenn wir wissen wollen, was unser Pferd braucht, müssen wir verstehen, nach was unser Pferd sucht. </p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Die vier Grundbedürfnisse des Pferdes (in der Reihenfolge der Wichtigkeit): </h2>
</p>
<ol>
<li>Sicherheit</li>
<li>Komfort&nbsp;</li>
<li>Spiel/Spaß&nbsp;</li>
<li>Futter&nbsp;</li>
</ol>
<p>Erst wenn die ersten drei Bedürfnisse erfüllt sind, befriedigt ein Pferd das Bedürfnis, welches für ein Raubtier die höchste Priorität hat!&nbsp;</p>
<p>Schauen wir uns also die Bedürfnisse des Pferdes im Einzelnen an: </p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h3 class="wp-block-heading">Sicherheit</h3>
</p>
<p>Pferde suchen Sicherheit. Pferde finden Sicherheit in ihrer Herde. Das hast du sicherlich schon einmal gehört.&nbsp;</p>
<p>Nehmen wir das Pferd aus seiner Herde, so braucht es eine andere Sicherheitsquelle, damit es sich wohlfühlt. So gesehen bilden auch wir, wenn wir mit dem Pferd Zeit verbringen, eine winzige Herde.&nbsp;</p>
<p>Selbst in einer solchen „Mini-Herde“ kann das Pferd Sicherheit finden, wenn wir uns geschickt anstellen.&nbsp;</p>
<p>Eine Herde in freier Wildbahn wird in der Regel von einem Leithengst und einer Leitstute angeführt. Der Hengst übernimmt hierbei die Rolle des Beschützers gegen Angreifer und fremde Herden, die Stute führt die Herde zu Futter und Wasser.&nbsp;</p>
<p>In unserer Zivilisation leben die wenigsten Pferde in einer solchen ursprünglichen Herdenkonstellation zusammen. Trotzdem gibt es auch hier verschiedene Rollen und eine Rangordnung, um die Herde zu strukturieren.&nbsp;</p>
<p>Ist also doch etwas dran an der Dominanztheorie? Muss ich meinem Pferd zeigen, wer der Chef ist, es unterwerfen und dominieren, damit ich sein Bedürfnis nach Sicherheit befriedigen kann?&nbsp;</p>
<p>Nein, denn ganz so schwarz-weiß ist es zum Glück nicht!&nbsp;</p>
<p>Auch in einer natürlichen Herde überzeugt ein Leittier nicht unbedingt durch körperliche Überlegenheit – oder warum sonst könnte der alte Shetty-Wallach in der Rangordnung höher sein als der 2-jährige Hannoveraner-Hengst?&nbsp;</p>
<p>Ein guter Anführer, oder besser „Leader“, überzeugt vor allem durch ein souveränes Auftreten und einen Plan, den er verfolgt.&nbsp;</p>
<p>Pferde fühlen sich dann besonders sicher, wenn sie das Gefühl haben, der Leader weiß, was er tut und will das Beste für sie und die restliche Herde.&nbsp;</p>
<p>Genau diese Eigenschaften eines Leaders erlauben es auch, dass das Pferd in unserer Nähe Komfort findet. Es braucht einen guten Plan und vor allem ein sehr gutes Timing, um dem Pferd zu zeigen, dass es auch sehr komfortabel in unserer Nähe ist.&nbsp;</p>
<p>Wenn Pferde sich sicher fühlen, sind sie einen Großteil des Tages damit beschäftigt, möglichst komfortabel und ökonomisch zu leben – oder hast du schon einmal ein Pferd gesehen, das 18 Stunden am Tag versucht, im Galopp zu grasen? ;) </p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h3 class="wp-block-heading">Komfort</h3>
</p>
<p>Pferde sind natürliche Energiesparer – denn diese gesparte Energie kann im Ernstfall zum Lebensretter werden.&nbsp;</p>
<p>Doch wie kann ich denn nun auch dieses Bedürfnis des Pferdes erfüllen? Muss ich also den ganzen Tag mein Pferd in Ruhe lassen und darf keine (sportlichen) Leistungen mehr erwarten?&nbsp;</p>
<p>Kann ich quasi nur noch Weidekumpel für mein Pferd sein?&nbsp;</p>
<p>Nein, denn Pferde haben ja auch das Bedürfnis nach Spiel und Spaß. Dazu jedoch später mehr.&nbsp;</p>
<p>Wie erreiche ich, dass mein Pferd sich komfortabel fühlt?&nbsp;</p>
<p>Zum einen natürlich, indem ich seine Bedürfnisse wahrnehme und befriedige. Zum anderen ist es aber auch etwas komplexer: Bringe ich ein Pferd in eine Situation, die etwas unkomfortabel ist, indem ich z.B. von einem eher unmotivierten Pferd Galopp unter dem Reiter verlange, so ist es meine Aufgabe, nicht wie ein Diktator dies durch Zwang durchzusetzen, sondern entsprechend der Persönlichkeit des Pferdes seine Bedürfnisse anzuerkennen und zu nutzen. Ein Pferd, das nicht gerne vorwärts geht, findet wahrscheinlich in einer Pause Komfort. Dies kann ich nutzen und zunächst nur verlangen, dass das Pferd eine kurze Seite des Reitplatzes galoppiert, danach erhält es Komfort in Form einer Pause.&nbsp;</p>
<p>Okay, damit scheint die Theorie der Unterwerfung eindeutig widerlegt zu sein. Auch das Bedürfnis nach Spiel und Spaß lässt sich nur schwer damit in Verbindung bringen.&nbsp;</p>
<p>Aber was ist dann mit der Freundschaft? Solltest du dann der beste Freund deines Pferdes werden?&nbsp;</p>
<p>Beste Freunde fühlen sich sicher, haben es gemütlich zusammen und Spaß macht es ja schließlich auch, mit einem guten Freund um die Häuser zu ziehen.&nbsp;</p>
<p>Ich würde sagen, auf diese Frage sollte zunächst die Gegenfrage kommen, wie du eine gute Freundschaft definierst.&nbsp;</p>
<p>Wenn ein Freund für dich nur dafür da ist, möglichst deine Bedürfnisse zu befriedigen und dabei seine eigenen hinten anstellt, dann würde ich verneinen.&nbsp;</p>
<p>Nein, du musst nicht alle deine Überzeugungen und Grundsätze aufgeben und dich nur noch darum kümmern, dass dein Pferd lebt wie die Made im Speck. </p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h3 class="wp-block-heading">Spaß</h3>
</p>
<p>Wenn du aber der Meinung bist, eine Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit und lebt von gemeinsamen Regeln, die die Freundschaft für beide Partner zu etwas angenehmen und bereichernden macht, dann würde ich wohl zustimmen.&nbsp;</p>
<p>Ein Pferd, das keine Angst vor z.B. Pylonen auf dem Reitplatz hat, wird schnell Spaß daran finden, diese mit Maul, Hufen und allem, was noch zur Verfügung steht, zu untersuchen und dadurch zu zerstören.&nbsp;</p>
<p>Aber ist es auch dein Bedürfnis, jede Woche neue Gegenstände zu kaufen, die dein Pferd im gemeinsamen Spiel zerstören darf? Wohl kaum – Du siehst, dieses Beispiel ist vielleicht etwas platt, zeigt aber deutlich, dass wir nicht zum Spielball unserer Pferde werden sollten. Genau so wenig übrigens, wie wir auch zum Spielball anderer Menschen werden sollten.&nbsp;</p>
<p>Gegenseitige Wertschätzung und Anteilnahme an der Welt des anderen sind unabdingbar für eine Freundschaft und für Spaß zusammen.&nbsp;</p>
<p>Während wir also das Spielbedürfnis des Pferdes befriedigen, dürfen wir unsere eigenen Bedürfnisse nicht vergessen – denn auch wir haben ein Bedürfnis nach körperlicher Unversehrtheit.&nbsp;</p>
<p>Wie oft sehe ich Pferde, die tolle „Tricks“ können und die eine Menge Spaß am Steigen und Springen auf Kommando haben, dabei jedoch ihren Menschen gefährlich nahe kommen und damit eines der wichtigsten Bedürfnisse ihres Menschen verletzen, weil die Menschen nicht für ihre Bedürfnisse einstehen. </p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h3 class="wp-block-heading">Futter</h3>
</p>
<p>Auch beim letzten Grundbedürfnis des Pferdes, dem Futter, geht es ähnlich zu: Zwar müssen wir unbedingt dieses befriedigen, doch müssen wir auch darauf achten, dass die gemeinsamen Spielregeln eingehalten werden. Oder würdest du deinem besten Freund so ungestüm den Teller mit dem Kuchen aus der Hand reißen, dass er sich an der dabei überschwappenden Tasse mit heißem Kaffee verbrennt?&nbsp;</p>
<p>Wir Menschen sind in der Lage, auch komplexe Handlungszusammenhänge zu erkennen und Vorgänge logisch zu durchdenken.&nbsp;</p>
<p>Pferde handeln viel schneller aus einem Instinkt heraus und können die Folgen ihrer „Taten“ nicht im Voraus erkennen.&nbsp;</p>
<p>Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Rolle ausfüllen und gute Entscheidungen treffen, die dem Pferd ermöglichen, auf uns zu vertrauen und in unserer schnellen, von Menschen gemachten, Welt gut zurechtzukommen.&nbsp;</p>
<p>Denn ein Pferd, das in unserer heutigen Welt sich selbst überlassen wird und ständig eigene Entscheidungen treffen muss, wird früher oder später Entscheidungen treffen, die für ein ursprüngliches Pferd in freier Wildbahn vielleicht schlau sind, es in unserer Welt voller Autos und anderer unnatürlicher Gefahren aber in große Bedrängnis bringen werden.&nbsp;</p>
<p>So, nachdem wir nun sehr lange über die Frage „Was braucht mein Pferd?“ nachgedacht haben, möchte ich abschließend noch einmal zu den beiden gegensätzlichen Polen der Ausgangsfrage kommen: </p>
<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<h2 class="wp-block-heading">Freundschaft oder Führung? </h2>
</p>
<p>Wie du vielleicht beim Lesen gemerkt hast, stehen diese beide Begriffe für mich persönlich gar nicht so sehr in einem Spannungsverhältnis, wie du vielleicht von anderen Pferdemenschen suggeriert bekommen hast.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Ich bin sogar eher der Meinung, diese beiden Begriffe gehören in unserer Pferd-Mensch-Beziehung unbedingt zusammen und sollten lediglich in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen:&nbsp;</p>
<p>Führung ohne Freundschaft würde unseren geliebten Vierbeinern ebenso wenig gerecht werden, wie Freundschaft ohne Führung, brauchen sie doch dringend die Unterstützung eines „Experten“, um in unserer technologischen Welt Sicherheit, Komfort, Spiel und Futter zu finden.&nbsp;</p>
<p>Wichtig ist jedoch, dass ich den Begriff der Führung nicht wertend verwende. Das ist auch der Grund, warum ich den Begriff des „Leaders“ bevorzuge, da dieser im Deutschen nicht negativ konnotiert ist.&nbsp;</p>
<p>Je besser die gemeinsamen Spielregeln etabliert sind und je mehr sich unser Pferd auf uns verlässt, beziehungsweise je mehr wir uns als souveräner Leader etabliert haben, desto mehr „Demokratie“ können wir in unsere Beziehung aufnehmen – ein optimales Verhältnis aus Führung und Freundschaft könnte etwa 51% Führung zu 49% Freundschaft sein.&nbsp;</p>
<p>Viel Liebe und Wertschätzung des Gegenübers, aber mit diesem einen Prozent mehr Führung, um in wichtigen und oft auch gefährlichen Situationen das Fluchttier Pferd mit unserem logischen menschlichen Denken überstimmen zu können. Nur so können wir sicherstellen, dass uns das Pferd an einer vielbefahrenen Straße nicht überstimmt und losstürmt, wenn wir eigentlich ein entspanntes Stillstehen brauchen!&nbsp;</p>
<p>Einen kleine Haken gibt es an dieser sehr harmonischen Vorstellung der Beziehung jedoch noch: Oft vertrauen uns unsere Pferde noch nicht genug, um sich vertrauensvoll unterzuordnen und uns sprichwörtlich durchs Feuer zu folgen.&nbsp;</p>
<p>Dieses Vertrauen müssen wir uns verdienen – eben wie sich ein bester Freund diese tiefe Verbundenheit auch erst über eine lange Zeit verdienen muss.&nbsp;</p>
<p>Hierfür bedarf es Zeit, einen guten Plan und die Bereitschaft, das eigene Handeln immer wieder zu reflektieren und sich selbst zu verbessern.&nbsp;</p>
<p>Wenn du diese tiefe Verbundenheit nun auch mit deinem Pferd anstrebst, aber nicht genau weißt, wie du das erreichen kannst und den Spagat zwischen Freundschaft und Führung schaffst, dann buche gerne ein kostenloses Erstgespräch, damit wir ganz unverbindlich sprechen können, wie ich euch auf diesem Weg möglichst gut unterstützten kann!&nbsp;</p>
<p>Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit deinem Pferd!&nbsp;</p>
<p>Bis bald, <br />deine Kathi </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bye bye Winterblues – In 6 Schritten raus aus dem Winterschlaf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2022 20:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Man]]></category>
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					<description><![CDATA[Hand aufs Herz – wie produktiv warst du im Winter mit deinem Pferd? Hast du es körperlich, mental undemotional so gefördert und gefordert, wie du es im Sommer tust? Bist du stundenlang durch die Wälder gestreift? Hast du deine Fähigkeiten im Horsemanship auf einneues Level gehoben und bist endlich die fliegenden Galoppwechsel angegangen?Nein? Dann geht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hand aufs Herz – wie produktiv warst du im Winter mit deinem Pferd? Hast du es körperlich, mental und<br>emotional so gefördert und gefordert, wie du es im Sommer tust?</p>



<p><br>Bist du stundenlang durch die Wälder gestreift? Hast du deine Fähigkeiten im Horsemanship auf ein<br>neues Level gehoben und bist endlich die fliegenden Galoppwechsel angegangen?<br>Nein? Dann geht es dir wie mir und vielen Anderen auch!</p>



<p><br>Die Tage sind kurz und dunkel, oft regnet oder schneit es, man muss sich mit matschigen Pferden<br>rumschlagen, auf die man beim besten Willen den teuren Maßsattel nicht packen möchte und die Böden<br>sind sowieso oft gefroren, sodass nur der Gang in die überfüllte und stickige Reithalle bleibt. Dort bleibt<br>kaum Platz, um das Pferd sinnvoll zu arbeiten und eigentlich vertreibt man sich die Zeit nur damit, dass<br>man anderen Pferd-Reiter-Paaren ausweicht!</p>



<p><br>Kein Wunder, wenn man also lieber auf dem Sofa liegen bleibt und das schlechte Gewissen mit mehr oder<br>weniger guten Ausreden stillhält, statt sich dick einzupacken und den Weg zum Stall anzutreten.<br>In meinem letzten Blogbeitrag habe ich euch bereits erklärt, warum ich den Frühling sowieso besser<br>geeignet finde, um neue Vorsätze umzusetzen als den Winter.</p>



<p><br>Heute wollen wir nun endlich anfangen, diese Vorsätze in die Tat umzusetzen!<br>Schluss mit den Ausreden! Lass uns gemeinsam die neue Saison rocken und in die Form unseres Lebens<br>kommen!</p>



<p><br>Aber wie starte ich am besten ohne mein Pferd und mich zu überfordern? Ich habe dir hierfür einen<br>„Sechs-Stufen-Plan“ zusammengestellt, mit dem du sicher in den Frühling starten und die neue Saison<br>perfekt für dein persönliches Wachstum nutzen kannst!</p>



<p><br>Als besonderes Goodie kannst du dir meine <a href="https://katharina-theisinger.com/workbook-soforthilfe/">Checkliste als PDF-Datei herunterladen</a> und direkt am Stall nutzen! </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die 6 Schritte zum Erfolg:</h2>



<h3 class="wp-block-heading">I. Das richtige Mindset:</h3>



<p>Laut Pat Parelli selbst ist die richtige Einstellung der erste Schlüssel zum Erfolg. Auch Theodore<br>Roosevelt sagte schon: „Believe you can and you&#8217;re halfway there.“ („Glaube daran, dass du es schaffen<br>kannst und du bist schon halb dort.“)</p>



<p><br>Alle großen Unternehmer und Erfolgsmenschen sind sich darüber einig, dass das richtige Mindset ein wichtiger (wenn nicht sogar der wichtigste) Faktor des Erfolgs ist.</p>



<p><br>Möchtest du Erfolg mit deinem Pferd haben? Möchtest du deine Fähigkeiten ausbauen und eine wirkliche<br>Beziehung zu deinem Pferd, die auf dem Vertrauen in dich als Leader aufbaut?<br>Dann ist das richtige Mindset unweigerlich der erste Schritt, um alle deine Ziele zu erreichen!<br>Im Natural Horsemanship nutzen wir hierfür die Zauberformel „positive, progressive, natural“ („positiv,<br>progressiv, natürlich“).</p>



<p><br>Doch wie kannst du durch diese Elemente dein Mindset verbessern? Ganz einfach – fange an, die Dinge<br>positiv, progressiv und natürlich zu sehen! Gar nicht so einfach, wirst du dir vielleicht denken, aber mit<br>etwas Übung wird es zu einer neuen tollen Gewohnheit, die dir nicht nur mit deinem Pferd enorm<br>weiterhelfen wird!</p>



<p><br>Schauen wir uns also einmal die einzelnen Bausteine an:<br>Positiv: Der Mensch ist, begründet durch seine Hirnstrukturen und seine Fähigkeit, logische<br>Schlussfolgerungen zu ziehen und Handlungen zu durchdenken, gerne versucht, die Dinge eher negativ<br>zu beurteilen und davon auszugehen, dass manche Geschehnisse eine negative Wendung nehmen. Auch<br>Angst, die in ihrer reinen und ursprünglichen Form ein Überlebensmechanismus des Körpers ist, kann<br>sich so in etwas Ungerechtfertigtes verwandeln, das dich eher blockiert als schützt.</p>



<p>Doch die gute Nachricht ist: Positives Denken kann man lernen! Natürlich sollst du nicht breit grinsend in<br>ein vorhersehbares Verderben laufen, aber du kannst lernen zu unterscheiden, ob die negativen Gefühle<br>gerechtfertigt sind oder nicht.</p>



<p><br>Am besten funktioniert dies, wenn man sich selbst weiterbildet und möglichst viele Strategien und<br>Erfahrungen sammelt, die es künftig leichter machen, neue Situationen einzuschätzen.<br>So kannst du lernen, vom besten auszugehen, aber das Risiko abzuwägen und bereit zu sein, falls der<br>bestmögliche Fall doch nicht eintritt.</p>



<p><br>Progressiv: Das Wort progressiv lässt sich am ehesten mit „fortschreitend“ übersetzen. Es bedeutet also,<br>dass wir in unserem Tun vorangehen und nicht zu lange auf einer Stelle treten sollen. Pferde sind extrem<br>schnelle Lerner. Bereits nach etwa drei Wiederholungen sprechen wir davon, dass das Pferd etwas gelernt<br>hat, nach ungefähr sieben Wiederholungen kann man es bereits als fest installiertes Muster ansehen –<br>natürlich sowohl das Positive als auch das Negative!</p>



<p><br>Menschen sind eher langsame Lerner. Es kommt daher zwangsläufig früher oder später zu einer gewissen<br>Diskrepanz. Deshalb ist es wichtig, dass wir unterscheiden lernen, ob wir noch in der Lernphase sind und<br>es deshalb oft wiederholen oder ob wir es nur wiederholen, weil es noch nicht perfekt ist. Unser innerer<br>Kritiker hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, aber wir müssen ihn etwas in die Schranken weisen.<br>Denn wenn sich unsere Fähigkeiten ausbauen, werden auch „alte“ Übungen oft besser. Diese Strategie ist<br>häufig sinnvoller, als sich an etwas festzubeißen. Ein guter Richtwert ist hier, wenn etwas zu ca. 80%<br>perfekt ist, dann kannst du es erst einmal dabei belassen und einen Schritt weiter gehen.</p>



<p><br>Nur durch das Weitergehen bieten wir uns selbst die Möglichkeit zu wachsen und unserem Pferd die<br>Chance, freudig mit uns zusammenzuarbeiten, statt nur Dinge abzuspulen, die es längst verinnerlicht hat!<br>Natürlich: Bei allem, was wir mit unseren Pferden tun, sollten wir darauf bedacht sein, dass es möglichst<br>natürlich ist. Das heißt nicht, dass wir unsere Pferde anwiehern sollen, um mit ihnen zu kommunizieren,<br>aber wir sollten versuchen, die Sprache dieser Tiere (die übrigens größtenteils nicht-stimmlich ist) zu<br>verstehen und auf unsere körperlichen Voraussetzungen zu adaptieren.</p>



<p><br>Auch das richtige Werkzeug spielt hier eine große Rolle. Ich lehne „Hilfsmittel“, die ein Pferd in eine<br>Haltung zwängen, die das Pferd von sich aus noch nicht halten kann, grundsätzlich ab. Ebenso wie<br>Ausrüstungsgegenstände, die das Pferd gewaltsam unterordnen oder es ihm unmöglich machen, mir seine Meinung mitzuteilen.</p>



<p><br>Trotzdem arbeite ich natürlich mit gewissen Werkzeugen, die mir das Kommunizieren erleichtern und das<br>Pferd in seinen natürlichen Bedürfnissen unterstützen.</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">II. Die Zielsetzung:</h3>



<p>Einfach drauf los, frei nach dem Motto: „Planlos ging der Plan los!“ ist bei Pferden erfahrungsgemäß<br>meistens eine sehr schlechte Idee. Nur wer ein konkretes Ziel vor Augen hat, kann ein souveräner Leader<br>sein und sein Pferd führen. Denn „führen“ meint immer auch: „zu etwas hin führen“. Wir verlangen von<br>unseren Pferden, dass sie sich uns anvertrauen. Unsere Verantwortung ist dabei, dass wir die Bedingungen schaffen, unter denen sich das Pferd gut aufgehoben fühlt. Wir brauchen einen echten Zweck!</p>



<p><br>Natürlich sollten wir die einzelnen Schritte zunächst isoliert üben und erst am Ende zu einem Ganzen<br>zusammenfügen und der Sache einen richtigen Sinn geben, aber gerade deshalb ist es besonders wichtig,<br>dass das große Ziel formuliert ist.</p>



<p><br>Dieses Ziel solltest du auf jeden Fall positiv formulieren und aufschreiben, um dein Mindset zu<br>unterstützen und es immer wieder klar vor Augen zu haben, wohin die Reise geht! Statt „Ich möchte<br>keine Angst mehr im Gelände haben!“, solltest du lieber schreiben „Ich möchte die kleine Runde um den<br>See entspannt genießen!“.</p>



<p><br>Anschließend unterteilst du dein großes Ziel in kleine Etappenziele, um die nächsten Schritte planen zu<br>können. Keine Angst – du musst noch gar nicht den ganzen Weg durchplanen, sondern nur die grobe<br>Richtung anpeilen und nach und nach deine Teilziele ergänzen.</p>



<p><br>Viele hilfreiche Tipps zur Zielgestaltung findest du auch in meinem letzten Blogbeitrag oder in der<br>dazugehörigen Podcast-Folge!</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">III. Die Gestaltung des Trainings:</h3>



<p>Je besser du deine Ziele formulierst, desto einfacher wird dir die Gestaltung des Trainings fallen.<br>Grundsätzlich solltest du dir immer überlegen, welche Bausteine für dein ultimatives Ziel noch fehlen oder noch nicht funktionsfähig sind, diese dann erarbeiten und anschließend wieder überprüfen, was auf<br>dem Weg nun noch fehlt usw.</p>



<p><br>Klingt zunächst kompliziert, kann man aber an einem einfachen Beispiel veranschaulichen: Stell dir vor,<br>dein ultimatives Ziel ist der kleine Ausritt um den See. Nun hast du herausgefunden, dass du unter<br>anderem eine sichere Bremse haben möchtest, damit du dich entspannen kannst. Klingt simpel, ist jedoch<br>häufig gar nicht so selbstverständlich! Nun musst du also überlegen, was eine sichere Bremse sein könnte<br>und welche Zutaten es braucht. Um das Pferd sicher anhalten zu können, sollten wir es leicht lateral<br>biegen und die Hinterhand (quasi den „Motor“) kontrollieren können. Du brauchst also zunächst eine gute laterale Biegung und einen leichten indirekten Zügel. Findet dein Pferd Entspannung in der Biegung im Stand, kannst du es aus dem Schritt versuchen, dann aus dem Trab usw.</p>



<p><br>Denke immer daran: Eine gute Vorbereitung beugt einer schlechten Vorstellung vor!<br>Achte bei der Gestaltung des Trainings aber unbedingt darauf, dass du nicht nur die physischen Aspekte<br>deines Ziels trainierst (z.B. das Pferd KANN körperlich lateral gebogen werden), sondern auch die<br>mentalen (das Pferd „denkt“ auch in die Biegung) und die emotionalen Aspekte (das Pferd findet<br>Entspannung in der Biegung) betrachtest!</p>



<p><br>Je besser du dein Pferd lesen und ganzheitlich verstehen kannst, desto leichter wird es dir fallen, die<br>passenden Übungen und Muster für euren gemeinsamen Weg zu finden.<br>Auch hier gilt wieder: Kompetenz und das nötige Wissen um verschiedene Strategien lassen dich besser<br>vorankommen und erleichtern es dir, dich positiv, progressiv und natürlich zu verhalten!</p>



<p><br>Neben dem Trainingsplan für dein Pferd solltest du jedoch eines nicht vergessen: Reiten ist<br>gewissermaßen ein Team-Sport und inkludiert neben deinem Pferd noch einen weiteren Teamkameraden:<br>Dich. Bist du physisch, mental und emotional in der Lage, das Ziel zu erreichen? Liegt es tatsächlich nur<br>am Pferd, dass ihr deine Träume noch nicht erreicht habt? Vermutlich nicht! Denn, wenn wir ganz ehrlich<br>sind: allzuoft steht das Problem auf zwei Beinen oder sitzt im Sattel!</p>



<p><br>Aber die gute Nachricht: Auch wir sind lernfähig und können täglich neu den Entschluss fassen, alte<br>Gewohnheiten über Bord zu werfen und neu anzufangen.</p>



<p><br>Fühlst du dich körperlich fit genug, um dein Ziel zu erreichen? Nein? Dann suche dir doch eine Ausgleichssportart, die deine Schwächen verringert und gleichzeitig noch<br>Spaß macht!</p>



<p><br>Fühlst du dich mental fit genug, um gute Entscheidungen für euch beide treffen zu können?<br>Nein? Dann arbeite an deinem Wissen und bilde dich weiter!</p>



<p><br>Fühlst du dich emotional fit genug, um möglichst selten unfaire und schlechte Entscheidungen aus Frust,<br>Verzweiflung oder Wut heraus zu treffen?</p>



<p><br>Nein? Dann arbeite an deiner emotionalen Fitness und erwarte nicht nur von deinem Pferd, dass es sich<br>emotional unter Kontrolle hat!</p>



<p><br>Eine gute Beziehung ist keine Einbahnstraße! Und nur gemeinsam könnt ihr deine Träume wahr werden<br>lassen!</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">IV. Die „Ride-Life-Balance“:</h3>



<p>Fast genau so wichtig wie ein sinnvoll strukturiertes Training ist auch die „Ride-Life-Balance“. Oft ist es<br>so, dass wir zu verbissen an einer Sache arbeiten, die wir unbedingt in den Griff bekommen wollen,<br>sodass wir in unserem Ehrgeiz völlig vergessen, dass wir es mit zwei Lebewesen zu tun haben, die auch<br>ein Bedürfnis nach Ruhe und Erholung haben.</p>



<p><br>Selten wird etwas besser, wenn wir wie besessen 24/7 an 365 Tagen im Jahr an etwas arbeiten. Meist<br>merken wir nach kurzer Zeit, dass sogar das Gegenteil eintritt und wir wieder Rückschritte machen statt<br>voranzukommen!</p>



<p><br>Deshalb ganz wichtig: Nimm dir selbst den Druck und erlaube dir und deinem Pferd auch Tage der<br>Entspannung und Erholung.<br>Natürlich macht die gemeinsame Arbeit im besten Fall beiden Spaß und fühlt sich sogar wie ein Spiel an,<br>aber trotzdem solltest du genug Zeit einplanen, um gemeinsam „undemanding time“ („anspruchslose<br>Zeit“) zu verbringen!</p>



<p><br>Jeder hat mal einen schlechten Tag oder den Kopf so voll mit Gedanken, dass das konzentrierte Arbeiten<br>schwer fällt oder ganz unmöglich ist.<br>Zeige deinem Pferd, dass es dir am Herzen liegt. Verbringe Zeit mit ihm, ohne ihm große Leistungen<br>abzuverlangen.</p>



<p>Setze dich zu ihm auf die Weide, lasse es ein bisschen an der Hand grasen oder kraule es ausgiebig an<br>seiner Lieblingsstelle! Du wirst merken, dass euch diese „faulen“ Tage wieder neuen Schwung nach vorne<br>geben und nebenbei lernst du sehr viel über eure Beziehung, wenn du dein Pferd nur genau beobachtest:<br>Wie verhält es sich in der Herde? Kommt es auf der Weide auf dich zu oder rennt es vielleicht sogar weg?<br>Musst du dein Pferd mit einem Strick „überreden“, dass es bei dir bleibt oder verbringt es gerne Zeit mit<br>dir?</p>



<p><br>Je nach dem kannst du danach deine Teilziele und Einheiten wieder neu überdenken und anpassen.<br>Denn auch, wenn wir alle unsere Pferde sehr lieben und uns oft nichts Schöneres vorstellen können, als<br>den ganzen Tag im Stall zu verbringen, vergiss dabei nicht, dass du auch noch „pferdefreie Tage“ haben<br>solltest. Ein Ausflug mit der Familie oder ein nettes Gespräch mit der besten Freundin machen den Kopf<br>wieder frei und du kannst dich anschließend noch mehr auf dein Pferd freuen!</p>



<p><br>Andersrum kann es für Pferde auch eine Erholung sein, wenn sie Zeit nur mit Artgenossen verbringen<br>dürfen und sozusagen „menschenfreie Pferdetage“ genießen können. Denn, egal wie „natural“ wir im<br>Umgang mit unseren Pferden sind, können und sollen wir auf keinen Fall die Herde und das<br>Zusammensein mit Artgenossen ersetzen!</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">V. Der Umgang mit Schwierigkeiten/ Das richtige Mindset II:</h3>



<p>Trotz aller guten Vorbereitung und Planung wird früher oder später der Punkt kommen, an dem der<br>Fortschritt stagniert oder man sogar gefühlt ein paar Rückschritte macht.</p>



<p><br>Gestern war das Pferd soooo brav und hat alle Übungen mit Leichtigkeit gemacht und heute gruselt es<br>sich vor etwas völlig banalem oder ist fest im Rücken, hart am Zügel oder schwer am Bein.<br>Wir alle kennen das und wir wissen auch alle, wie sehr das frustrieren kann.</p>



<p><br>Und trotzdem: Erfolg verläuft nicht linear! Gefühlte Rückschritte sind keine wirklichen Rückschritte und<br>es wird auch nicht leichter, wenn man ein bestimmtes Level erreicht hat.</p>



<p><br>Diese vermeintlichen Rückschritte sind eigentlich eher Fortschritte im Festigen des Gelernten.<br>Wenn wir eine wirkliche Kommunikation und keine „Dressur“ suchen, dann ist es ganz natürlich, dass<br>diese sich im Verlauf des Dialogs verändert und im besten Fall verfeinert. Trotzdem treten beim Pferd,<br>gerade nach dem ersten Verstehen, „Rückfragen“ auf. Das Pferd hakt nochmal nach, ob es denn jetzt<br>wirklich sinnvoll ist, dass es im Schulterherein geht oder ob es sich nicht vielleicht doch auf den Zügel<br>legen kann.</p>



<p><br>Diese „Durststrecke“, auf der es sich anfühlt, als wäre die vorherige Arbeit umsonst gewiesen, bereitet<br>eher den Fortschritt der Beziehung vor. Denn, wenn ich mich auch hier als souveräner Leader beweise<br>und mein Pferd durch die Situation führe, verschafft mir das wieder viele Pluspunkte auf meinem<br>„Beziehungskonto“.</p>



<p><br>Ein weiterer Irrglaube (nicht nur in der Pferdewelt) ist auch die Annahme, dass es leichter wird, wenn wir<br>besser werden. Wäre das richtig, müssten wir alle nur die ersten zehn oder zwanzig Reitstunden überstehen und könnten danach alle zu Olympia!</p>



<p><br>Natürlich fallen uns gewisse Dinge mit etwas Übung leichter und natürlich wird ein guter Reiter auch aus<br>dem Stehgreif irgendwie eine Volte reiten können. Mit dem Voranschreiten auf der Ausbildungsskala geht<br>aber eben auch einher, dass wir selbst kritischer werden und uns und unseren Pferden grobe Schnitzer<br>nicht mehr so leicht verzeihen.</p>



<p><br>Vielleicht kennst du das: Du und dein Pferd hattet zu Anfang eurer Beziehung große Schwierigkeiten mit<br>dem Galopp. Das Pferd ist gar nicht oder schlecht angaloppiert, du bist ihm in den Rücken gefallen oder<br>hast ständig die Steigbügel verloren. Da war es schließlich ein großer Erfolg, wenn ihr es geschafft habt, diese Gangart für ein paar Sprünge zu<br>halten.</p>



<p><br>Später, wenn etwas Zeit vergangen ist und ihr mit dem Galopp weniger Probleme hattet, wolltest du<br>vielleicht auch mal einen Zirkel galoppieren. Und noch einige Zeit später möchtest du vielleicht fliegende<br>Wechsel reiten.</p>



<p><br>Schwere Manöver fordern und noch mehr heraus als leichte, weil sie natürlich komplexer sind und ein<br>(noch) besseres Timing und eine noch genauere Reiterei erfordern. Deshalb ist es ganz wichtig, immer wieder inne zu halten und zu reflektieren, was du schon alles geschafft<br>hast!</p>



<p><br>Statt in Ärger und Frust zu verfallen, rät Linda Parelli dazu, die Denkweise zu ändern: Denke statt „Oh<br>no! Was für ein Mist!“ lieber „Oh boy! Was für eine tolle Möglichkeit zu wachsen!“</p>



<p><br>Grundsätzlich gilt: Vertraue dem Prozess und deiner Intuition! Wenn du das Gefühl hast, auf dem<br>richtigen Weg zu sein, dann trau dich, diesen auch weiter zu gehen, wenn ein vermeintlicher Rückschritt<br>kommt.</p>



<p><br>Und falls du nach einigen Wochen merkst, dass der Weg sich doch als Sackgasse herausstellt, dann ändere deinen Plan, aber nicht dein Ziel!</p>



<p><br>Statt zu sagen: „Ich werde einfach nie ausreiten gehen können!“, solltest du dir überlegen, wie du das<br>Ausreiten noch besser vorbereiten kannst.</p>



<p><br>Schwierigkeiten sind Teil des Prozesses und deshalb unglaublich wichtig, denn in ihnen steckt das<br>Potential, daran zu wachsen.</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">VI. Die passende Unterstützung:</h3>



<p>Je weiter und schwerer der Weg ist, desto eher sollte man ihn gemeinsam gehen! Wenn du dich beim<br>Lesen meines Artikels an der ein oder anderen Stelle wiedergefunden hast, dann lass dir sagen: Du bist<br>nicht alleine! Manchmal erscheint uns der Weg so lang und steinig, dass wir gar nicht erst losgehen<br>wollen. Genau dann ist der absolut richtige Zeitpunkt, um sich Hilfe und Unterstützung zu holen!<br>Sehr gerne möchte ich dein Mentor sein, der den Weg aus dem Wintertief gemeinsam mit dir geht und den Sommer zum Sommer deines Lebens macht! Wir alle brauchen ab und an Unterstützung und sollten es uns selbst wert sein, in uns und unser Wachstum zu investieren!</p>



<p><br>Nimm gerne ganz unverbindlich Kontakt zu mir auf und berichte mir, was deine Träume und<br>Schwierigkeiten sind. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam eine Möglichkeit finden können, damit du ins<br>Machen kommen kannst.</p>



<p><br>Weiterbildung ist schon lange kein Tabuthema mehr – im Gegenteil: Die kompetentesten Menschen der<br>Welt investieren meist unglaublich viel in das eigene Wachstum und in ihre persönliche Weiterbildung!<br>Ich selbst beschäftige mich seit vielen vielen Jahren sehr intensiv mit der natürlichen Pferde- (und<br>Menschenausbildung) und besuche regelmäßig Fortbildungen bei Kollegen und Mentoren.<br>Verbinde dich mit Gleichgesinnten, tauscht euch aus und motiviert euch! Das geht zum Beispiel prima in<br>meiner kostenlosen Facebook-Gruppe. Dort erhältst du in einer netten Gruppe Motivation und Inspiration.</p>



<p><br>Und wenn du jetzt schon weißt, dass das der absolut richtige Weg für dich und dein Pferd ist, dann buche<br>dir gerne dein Erstgespräch mit mir, damit wir gemeinsam den ersten Schritt auf eurem gemeinsamen<br>Weg gehen können!</p>



<p><br>Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß mit meinem „Sechs-Stufen-Plan und vergiss nicht: Alles, was du<br>brauchst, steckt bereits in dir!</p>



<p><br>Alles Liebe und bis bald,<br>deine Kathi</p>
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		<title>Vorbild Natur – Warum der Frühling das bessere Silvester ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2022 10:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ship]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer kennt es nicht: Das Jahr neigt sich dem Ende zu, wir blicken zurück und reflektieren. Was lief gut,was lief weniger gut? Habe ich meine gesetzten Ziele alle erreicht? Motiviert überlegen wir uns dann neue Ziele für uns und die Arbeit mit unseren geliebten Vierbeinern.Wir schmieden Pläne, träumen vom großen Erfolg, wollen im nächsten Jahr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wer kennt es nicht: Das Jahr neigt sich dem Ende zu, wir blicken zurück und reflektieren. Was lief gut,<br>was lief weniger gut? Habe ich meine gesetzten Ziele alle erreicht?</p>



<p><br>Motiviert überlegen wir uns dann neue Ziele für uns und die Arbeit mit unseren geliebten Vierbeinern.<br>Wir schmieden Pläne, träumen vom großen Erfolg, wollen im nächsten Jahr ALLES besser und richtig<br>machen! &#8211; Silvester kommt und geht, die ersten Tage und Wochen des neuen Jahres verstreichen und was<br>bleibt? Richtig – leider oft nur Frust und schlechte Stimmung, weil wir es wieder einmal nicht geschafft<br>haben, unsere Vorsätze in die Tat umzusetzen.</p>



<p><br>Falls es dir in diesem Jahr auch so ging, habe ich gute Neuigkeiten für dich: Eigentlich ist Silvester gar<br>nicht so sehr dafür geeignet, neue Pläne mit deinem Pferd zu schmieden. Warum es einen besseren<br>Zeitpunkt dafür gibt, wo die Vorteile liegen, aber auch welche Fallstricke du beachten musst, erfährst du<br>hier!</p>



<p><br>Der Brauch, jedes Mal zum neuen Jahr neue Ziele festzusetzen, ist von Menschen gemacht. Ein Datum,<br>das beliebig austauschbar scheint, wird zum wichtigsten Termin des ganzes Jahres, um das eigene<br>Wachstum für die kommenden zwölf Monate zu definieren.</p>



<p><br>Meist verblassen diese guten Vorsätze aber schon nach wenigen Tagen oder Wochen. Warum dies so ist,<br>klären wir später.</p>



<p><br>Zunächst wollen wir uns, wie so oft im Natural Horsemanship, die Natur zum Vorbild nehmen:<br>Auch die Natur befindet sich im stetigen Wandel.</p>



<p><br>Neben den regelmäßigen Wechseln zwischen aktiven und passiven Phasen, wie Ebbe und Flut oder<br>Schlaf und Wachsein, erneuert sich die Natur auch regelmäßig selbst.</p>



<p><br>Jedes Jahr zum Herbst schläft die Natur langsam ein, zieht sich zurück und verfällt im Winter<br>gewissermaßen in eine Art Schlaf, aus dem sie dann im Frühjahr wieder erwacht und sich entfaltet und<br>aufblüht.</p>



<p><br>Diesem natürlichen Rhythmus sollten wir folgen und die günstigen Gegebenheiten im Frühjahr nutzen.<br>„Das einzig Konstante im Universum ist die Veränderung.“ (Heraklit von Ephesus)</p>



<p><br>Weder die Natur, noch wir und unsere Pferde als Teil dieser, sind dafür gemacht, im Stillstand zu<br>verharren. Wir müssen uns ständig neu erfinden, anpassen und reagieren, um zu wachsen.<br>Doch spielt der Zeitpunkt dabei überhaupt eine Rolle? Könnte ich nicht einfach trotzdem meine guten<br>Vorsätze am 31. Januar des alten Jahres formulieren? Und warum fällt es mir so schwer, diese gemeinsam<br>mit meinem Pferd auch durchzuziehen?</p>



<p><br>Diese beiden Faktoren, nämlich der Zeitpunkt des Beschlusses und die mangelhafte Umsetzung, hängen<br>meiner Meinung nach eng zusammen.</p>



<p><br>Gerade im Alltag mit unseren Pferden sind wir an gewisse Rahmenbedingungen gebunden: Wir müssen<br>uns mit den Gegebenheiten am Stall arrangieren, sind häufig vom Wetter abhängig und haben natürlich<br>auch noch mit einem Lebewesen zu tun, das selbst eine „Einstellung auf vier Beinen“ ist.<br>Nehmen wir also nun einmal an, wir haben einige gut formulierte Vorsätze fürs kommende Jahr<br>getroffen. Wir wollen gerne mindestens 4mal pro Woche effektiv mit unserem Pferd arbeiten, um die<br>Muskulatur aufzubauen. Außerdem wollen wir gerne das Thema „Ausreiten“ angehen, weil uns hierfür<br>im letzten Jahr leider oft der Mut gefehlt hat. Der dritte und letzte Vorsatz zu Silvester war, dass wir<br>durch eine verbesserte Kommunikation zum souveränen Leader für unser Pferd werden wollen.<br>Diese drei Vorsätze sind sicherlich gut gemeint und auch nicht ganz schlecht formuliert: Trotzdem<br>weichen sie schon nach wenigen Wochen den alten Gewohnheiten.</p>



<p><br>Nicht selten verfallen wir schon Mitte Januar wieder in alte Muster, sind gefrustet und enttäuscht und<br>ziehen spätestens im Februar eine eher ernüchternde Bilanz. Überlege dir doch mal ganz kurz, welche Vorsätze für dein Pferd und dich du zu Silvester gefasst hast und wie viele davon du bisher tatsächlich umgesetzt hast.</p>



<p><br>Aber Stopp! Bevor du jetzt im Frust versinkst – hier die gute Nachricht: JETZT ist genau der richtige<br>Zeitpunkt für eine zweite Chance!<br>Warum nicht den Schwung der Natur nutzen und ebenso wie sie neu aufblühen und sich erneuern?</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Der Frühling bietet gegenüber Silvester nämlich noch weitere Vorteile:</h2>



<p><br><strong>– Die Tage werden wieder länger!</strong> Dadurch fällt es uns nicht nur mental leichter, wieder stärker an<br>uns zu glauben, sondern wir haben, besonders als Freizeitreiter, auch wieder viel mehr und bessere<br>Trainingsmöglichkeiten! Schluss mit dem Gehetze nach der Arbeit, wenn es schon zu dämmern<br>beginnt oder dem nie enden wollenden Regen, der uns in die vollgestopften Reithallen oder in<br>raschelnde und unbequeme Regenklamotten zwingt!</p>



<p><br><strong>– Das Wetter wird wieder besser!</strong> Die vermehrte Sonneneinstrahlung sorgt nicht nur für<br>matschfreie Reitplätze und Ausreitwege, sondern macht auch etwas mit unserer Psyche (und der<br>unseres Pferdes!). Durch die Sonnenstrahlen produziert unser Körper mehr Serotonin (das<br>Glückshormon schlechthin). Dieses sorgt für gute Laune und die Lust, etwas mit seinem Pferd zu<br>tun, was uns Freude bereitet, steigt massiv an!</p>



<p><br><strong>– Die Koppelsaison beginnt!</strong> Auch für viele unserer Pferde verändert sich im Frühling etwas: Denn<br>sie dürfen nach einem langen Winter auf oft sehr kleinen Paddocks, wieder auf die große Wiese.<br>Dürfen nach Lust und Laune toben, fressen und mit ihren Artgenossen das Wetter genießen.<br>Dadurch sind unsere Pferde in dieser Zeit des Jahres oft ausgeglichener und weniger schreckhaft,<br>weil sie ihre natürlichen Bedürfnisse besser befriedigen können – das sorgt nicht nur bei ihnen für<br>gute Laune, sondern hilft uns auch, unsere Vorsätze leichter umzusetzen.<br>Diese drei Aspekte, die der Frühling mit sich bringt, sorgen dafür, dass wir das Frühjahr als optimalen<br>Startschuss für unser Training nutzen können!</p>



<p><br>Denn mental, emotional und auch physisch fällt es uns und unseren Pferden ab dem Frühjahr<br>deutlich leichter, uns neuen Herausforderungen zu stellen. Wir und die Pferde sind gleichermaßen<br>beweglicher, wenn lange Aufwärmphasen und dicke Kleidung wegfallen.</p>



<p><br>Aber auch mental und emotional sind wir „beweglicher“, können uns leichter motivieren und das<br>Training unseren Gegebenheiten besser anpassen. Gerade für eher unmotivierte Pferde kann eine<br>Verlegung des Trainings von der engen, dunklen Halle auf einen einladenden Reitplatz im Freien Wunder<br>wirken. Denn nicht nur wir erliegen im Winter oft dem so genannten „Hallenkoller“.</p>



<p><br>All diese günstigen Voraussetzungen sorgen quasi von ganz alleine dafür, dass wir unsere Vorsätze besser<br>umsetzen und so unseren Träumen Tag für Tag ein bisschen näher kommen können.</p>



<p><br>Doch auch, wenn das Frühjahr eindeutig das bessere Silvester ist, gibt es ein paar Dinge, die wir auch zu<br>dieser Jahreszeit beachten sollten, um die Vorsätze realistisch zu gestalten und die Zeit mit unseren<br>Vierbeinern möglichst sicher genießen zu können.</p>



<p><br><strong>– Achtung Frühlingsgefühle!</strong> Durch die erhöhte Ausschüttung von Hormonen kommt es im<br>Frühling gewissermaßen zu „Frühlingsgefühlen“. Unsere Pferde fühlen sich wie neu geboren, sind<br>spritziger und lebensfroher, aber unter Umständen eben auch etwas überdreht und haben mehr<br>Energie, welche sie sinnvoll für uns, aber auch gegen uns verwenden können! Besonders wichtig<br>ist daher ein breites Spektrum an guten Strategien, um die Energie in sinnvolle Bahnen zu lenken.</p>



<p><br><strong>– Achtung Gespenster!</strong> Gerade, wenn man den Winter quasi ausschließlich in der Halle verbracht<br>hat, kann es sein, dass besonders „Rightbrain-Pferde“, also Pferde, die aus ihrem Instinkt handeln,<br>eher zu Schreckhaftigkeit neigen. Denn nicht nur wir erwachen aus dem Winterschlaf – auch<br>Vögel, Rehe und andere Tiere werden wieder munter und flitzen gerne mal durchs Unterholz und<br>erschrecken unsichere Pferde dadurch leicht.</p>



<p><br><strong>– Achtung Gras!</strong> Wenn ich kein schreckhaftes Pferd habe, dann habe ich vielleicht das Modell<br>„Grasvernichtungsmaschine“ im Stall stehen. Auch für Besitzer dieser Spezies bietet der Frühling<br>Wachstumsmöglichkeiten, vor allem im Bezug auf die eigene Leadership. Denn spätestens, wenn<br>das Tierchen gerne JETZT eine kleine Mahlzeit einlegen möchte, wird deutlich, wie gut deine<br>Führungsqualitäten und Strategien sind!</p>



<p><br><strong>– Achtung alte Bilder!</strong> Nicht nur in der Natur, sondern auch in unserem Kopf lauern Fallstricke.<br>Oft haben wir noch Bilder aus dem letzten Sommer im Kopf, wie wir im wilden Galopp über die<br>Wiesen fetzen oder stundenlang durch die kühlen Wälder streifen.<br>Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass diese physische und mentale/emotionale Topform<br>nicht automatisch über den Winter erhalten bleibt. Wer im Winter mit seinem Pferd eher eine<br>ruhige Kugel schiebt, sollte das Pensum im Frühjahr erst langsam steigern!</p>



<p></p>



<p><strong>– Achtung Frust!</strong> Mit den oben genannten Schwierigkeiten, die im Frühling auftauchen können,<br>geht oft auch eine ordentliche Portion Frust einher. Wir haben uns das alles so schön ausgemalt<br>und dann trifft uns plötzlich die Realität wie ein Faustschlag ins Gesicht. Wir wollen JETZT sofort<br>ALLES richtig machen, wollen total neu durchstarten, erleben dann vielleicht einen kleinen<br>Rückschlag oder fühlen uns zu sehr unter Druck und kapitulieren, bevor wir richtig angefangen<br>haben.</p>



<p><br>Uff – nach diesen fünf Fallstricken ist dir gar nicht mehr nach neu anfangen? Du denkst vielleicht ans<br>Aufgeben, noch bevor du richtig angefangen hast? Ich kann das gut verstehen! Trotzdem ist es wichtig, sich seine Achillesferse einmal knallhart vor Augen zu führen, um nicht von der Realität erschlagen zu werden!</p>



<p><br>Die gute Nachricht: alle diese Schwierigkeiten gehören zum Prozess hinzu und können mit geschickter<br>Planung abgeschwächt und teilweise auch ganz vermieden werden!<br>Denn natürlich hat auch der Frühling seine Tücken – trotzdem ist genau JETZT der absolut richtige Zeitpunkt, um sich einen Plan zurechtzulegen und loszulegen!</p>



<p><br>Um deine Vorsätze nachhaltig und vor allem realistisch zu gestalten, findest du hier nun noch einige<br>exklusive Tipps von mir, die dir die Reise mit deinem Pferd erleichtern sollen:</p>



<p><br><strong>– Stecke Ziele und Teilziele</strong>: Nur wer weiß, wohin er will, wird auch ankommen. Stecke dir ein<br>großes Ziel und untergliedere es in Teilziele. Halte am besten auch grobe Zeitvorgaben fest, wann<br>du dieses Ziel erreicht haben möchtest. So hast du einen Fahrplan und kannst dich auch an<br>schlechten Tagen besser motivieren, auf Kurs zu bleiben!</p>



<p><br><strong>– Erstelle einen Trainingsplan</strong>: Deine festgesetzten Ziele geben das vorläufige Ende der Reise<br>vor. Dein Trainingsplan hilft dir gewissermaßen den Weg zu finden. Mit einem Plan, der zwar<br>progressiv genug, um stetig zu wachsen, aber auch dynamisch genug ist, um sich an deine<br>Situation anzupassen, erlaubst du dir und deinem Pferd, euch gemeinsam auf die Reise zu<br>begeben.</p>



<p><br><strong>– Sei realistisch</strong>: Kleine Schritte führen zum Erfolg! Niemand wird über Nacht zum Profi. Aber,<br>wenn du jeden Tag eine Steigerung von nur 1% erreichst (und 1% besser wird man IMMER),<br>dann bist du in 100 Tagen doppelt so gut wie jetzt!</p>



<p><br>Horsemanship ist keine Zauberpille, keine schnelle Lösung für ein bestimmtes Problem. Es ist ein<br>Lebensweg und eine Einstellung. Mache dich auf den Weg und freue dich auf alles, was kommt!<br><strong>– Erhole und reflektiere dich</strong>: Bei all dem Eifer vergiss nicht, dass du und dein Pferd auch Zeiten<br>braucht, um einfach nur zu genießen! Gehe grasen oder verbringe anderweitig „einfach nur“ Zeit<br>mit deinem Pferd! Reflektiere, wie weit ihr schon gekommen seid und was ihr braucht, um noch<br>besser zu werden.</p>



<p><br><strong>– Verbinde dich</strong>: Zusammen sind wir stark! Knüpfe Kontakte zu Gleichgesinnten, um dich<br>austauschen und motivieren zu können. Du hast keine passenden Kontakte in deiner Nähe oder<br>möchtest noch weiter über den Tellerrand schauen? Dann komm in meine Facebook-Gruppe.<br>Dort findest du hunderte Gleichgesinnte, die sich mit dir gemeinsam über Fortschritte freuen und<br>dich anspornen, nicht aufzugeben!</p>



<p><br><strong>– Hol dir Hilfe</strong>: Diese vielen neuen Infos überfordern dich und du hast das Gefühl, du kannst es<br>nicht alleine schaffen? Musst du auch nicht! Zusammen sind wir stark! Schreibe mir gerne eine<br>Mail mit deinen Schwierigkeiten und wir schauen zusammen, wie ich dich bei diesem Weg<br>unterstützen kann! Oder buche dir direkt dein kostenloses Erstgespräch, wenn du bereits weißt,<br>dass du diesen Weg gehen möchtest und ich dich bei dieser Reise begleiten soll!<br>So, nun weißt du also, warum der Frühling meiner Meinung nach das bessere Silvester ist und kannst<br>positiv und erwartungsvoll in die Zukunft blicken. Denn auch, wenn du die Mehrheit deiner<br>Neujahrvorsätze schon wieder über Bord geworfen hast, ist das kein Genickbruch für deinen persönlichen<br>Erfolg mit deinem Pferd.</p>



<p><br>Denn vergiss nicht: Der beste Zeitpunkt, um zu beginnen ist heute und alles, was du dafür<br>brauchst, steckt bereits in dir!</p>



<p><br>Ich wünsche dir von Herzen ein tolles (Früh-)Jahr mit deinem Pferd!</p>



<p>Bis bald,<br>deine Kathi</p>
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		<title>Ist mein Pferd glücklich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 09:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Horse]]></category>
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					<description><![CDATA[Pferde können weder mit Worten sprechen, noch lachen oder weinen. Die einzige Art wie sie kommunizieren ist durch Körpersprache. Viele glauben, dass ein Pferd glücklich ist, wenn es seine Ohren nach vorne gerichtet hat und unglücklich ist, wenn seine Ohren nach hinten sind. Aber das ist sehr trügerisch! Für ein Pferd bedeutet glücklich zu sein [&#8230;]]]></description>
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<p>Pferde können weder mit Worten sprechen, noch lachen oder weinen. Die einzige Art wie sie kommunizieren ist durch Körpersprache. Viele glauben, dass ein Pferd glücklich ist, wenn es seine Ohren nach vorne gerichtet hat und unglücklich ist, wenn seine Ohren nach hinten sind. Aber das ist sehr trügerisch!</p>



<p>Für ein Pferd bedeutet glücklich zu sein in erster Linie einfach zufrieden zu sein.</p>



<p>Für uns Menschen umfasst Glück eine ganze Bandbreite an Gefühlen: Freude, Heiterkeit, Begeisterung…</p>



<p>Und genau an dem Punkt können wir verwirrt werden, weil wir nach Anzeichen von Ausgelassenheit und Jubel Ausschau halten, wenn wir wissen wollen ob unser Pferd glücklich ist.</p>



<p>Genau wie Menschen sind Pferde auch dann glücklich, wenn unsere grundlegenden Bedürfnisse befriedigt sind und das sind in absteigender Reihenfolge:</p>



<p><b>Sicherheit</b></p>



<p><b>Komfort </b></p>



<p><b>Spiel/ soziale Interaktion </b></p>



<p>Wenn ein Pferd sich in Sicherheit vor Raubtieren wägt, schätzt es Komfort. Wenn es sich sicher und komfortabel fühlt fängt es an durch Spiele die Rangordnung zu klären. Das geschieht nicht nur in der sozialen Interaktion mit anderen Pferden, sondern auch mit Menschen!</p>



<p><b>Sicherheit:</b></p>



<p>Pferde fühlen sich im Schutz einer Herde sicher. Die Herde ist die natürlichste und wichtigste Schutzfunktion. Vielleicht hast du schon einmal beobachtet wie ein aufgeschrecktes Pferd in andere Pferde hineingerannt ist oder gedrückt hat um ins Zentrum der Herde zu kommen?</p>



<p>Die Rangordnung in der Herde hat ihr Ursprung zunächst auch einmal im Sicherheitsbedürfnis der Pferde: Das dominanteste Pferd mit dem besten Plan passt auf die Herde auf.</p>



<p>Je mehr dir dein Pferd vertraut und dich als Leader eurer Zweier Herde respektiert, desto sicherer fühlt es sich. Das Ziel ist, dass dein Pferd sich an dich bindet, weil du diese Sicherheit für ihn ausstrahlst.</p>



<p><b>Häufige Probleme, die ihren Ursprung in einem Mangel an Sicherheit haben sind:</b></p>



<p>&#8211; Das Pferd klebt an der Herde, hat Angst alleine zu sein, ruft ständig seinen Kumpels</p>



<p>&#8211; Das Pferd geht nicht vom Hof, will nicht auf den Reitplatz, bleibt ständig am Tor stehen</p>



<p>&#8211; Ist angespannt, nervös</p>



<p>&#8211; Ist schreckhaft</p>



<p>&#8211; Geht durch</p>



<p>&#8211; Steigt</p>



<p>&#8211; Tritt zur Verteidigung</p>



<p>&#8211; Kämpft gegen den Zügel, das Halfter, die Trense</p>



<p>&#8211; Hat Angst vor dem Hufschmied, Tierarzt etc.</p>



<p>Wie kannst du deinem Pferd nun die Sicherheit geben, die es braucht?</p>



<p>Versuche seinen Lebensraum so natürlich wie möglich in einer Herde (mindestens 6 Pferde) oder zumindest mit einem Kumpel auf der Koppel zu gestalten.</p>



<p>Sei ein guter Leader, weder ängstlich noch aggressiv, sondern ruhig, fokussiert und mit genügend Fähigkeiten ausgestattet.</p>



<p>Wenn du typisches Raubtierverhalten wie Bedrohung, Aggression, Bestrafung, grobe Hände am Seil oder an den Zügeln zeigst oder versuchst das Pferd zu fangen, provozierst du ganz selbstverständlich eine typische Fluchttierreaktion: Kampf oder Flucht.</p>



<p>Vermeide es den Chef zu spielen oder Verbote zu aufzustellen, sondern baue stattdessen eine Verbindung auf.</p>



<p><b>Dabei kann dir folgendes helfen:</b></p>



<p>Gib deinem Pferd, lasse nach, zieh dich mehr zurück, anstatt zu nehmen, grob zu sein oder zu ziehen.</p>



<p>Erlaube ihm etwas wegzudriften anstatt ihn festzuhalten und einzuschränken.</p>



<p>Zieh dich mehr zurück, als du dich annäherst, besonders wenn das Pferd ängstlich, zögerlich, scheu oder skeptisch ist.</p>



<p>Lehre dem Pferd Druck zu verstehen und sich in beengten Situationen wohl zu fühlen.</p>



<p>Entwickle in deinem Pferd Vertrauen in sich selbst und in neue Umgebungen.</p>



<p><b>Komfort:</b></p>



<p>Menschen denken beim Wort Komfort an angenehme Temperaturen oder ein bequemes Sofa, wohin gegen Pferde unter Komfort Friede/Ruhe und die Abwesenheit von Stress und Druck verstehen.</p>



<p>Was dazu führt, dass Pferde sich unkomfortabel fühlen sind:</p>



<p>&#8211; Druck: körperlicher, mentaler oder emotionaler</p>



<p>&#8211; Überarbeitung</p>



<p>&#8211; Unpassende, einschränkende Ausrüstung</p>



<p>&#8211; Ein unbalancierter oder grober Reiter</p>



<p>Pferde sind von Natur aus motiviert sich von Druck wegzubewegen und nach Komfort zu suchen. Dieses Wissen kann unser Training deutlich verbessern.</p>



<p>Zum Beispiel erfahren viele Pferde im Training und beim Reiten permanenten Druck: Am Halfter festgehalten werden, ein pausenlos gespanntes Seil, zurückhalten am Zügel, permanentes Treiben mit dem Sitz, Bein oder Sporen…</p>



<p>Wenn ein Pferd den Punkt, an dem der Druck nachgelassen wird nicht finden kann wird es angespannt, frustriert, gestresst oder stumpf.</p>



<p>Es ist unglaublich wichtig zu lernen das Pferd mit leichtem Druck zu bewegen und diesen wegzunehmen oder runterzufahren sobald das Pferd antwortet. Um ein Pferd leicht zu bekommen ist zudem das richtige Timing entscheidend.</p>



<p><b>Anzeichen, dass das Pferd keinen Komfort finden kann sind unter anderem:</b></p>



<p>&#8211; Das Pferd schlägt mit dem Kopf</p>



<p>&#8211; Das Pferd knirscht mit den Zähnen</p>



<p>&#8211; Beißt auf dem Gebiss herum</p>



<p>&#8211; Öffnet das Maul</p>



<p>&#8211; Schlägt mit dem Schweif</p>



<p><b>Wie kann ich das Bedürfnis des Pferdes nach Komfort erfüllen:</b></p>



<p>&#8211; Steigere Druck langsam und lasse sofort nach, wenn das Pferd versucht nachzugeben</p>



<p>&#8211; Gib ihm Ruhe und Pausen besonders wenn die Arbeit anstrengend ist</p>



<p>&#8211; Halte die Zügel/ das Seil still</p>



<p>&#8211; Halte die Füße still- am Boden und im Sattel</p>



<p>&#8211; Nimm die Hilfe sofort weg, wenn das Pferd antwortet und gehe zu passiven Hilfen über</p>



<p>&#8211; Habe gute Fähigkeiten- Balance und Kommunikation</p>



<p>&#8211; Habe mehr Gefühl. Nicht nur wie du die Zügel in die Hand nimmst und die Hilfen anwendest, sondern auch in Hinblick auf die Beziehung zu deinem Pferd.</p>



<p>&#8211; Betrachte die Dinge aus den Augen deines Pferdes und gestehe dir ein wie wichtig das ist.</p>



<p><b>Spiel:</b></p>



<p>Wenn Pferde sich sicher und komfortabel fühlen beginnen sie miteinander zu spielen. Sie spielen dabei Dominanzspiele, die Struktur in die Herde bringen. Dabei zwicken und necken sie einander sowohl freundschaftlich, als auch dominant um zu sehen wer der Stärkste, der Schnellste und der Mutigste ist.</p>



<p>Je höher das Spirit-Level, der Ausprägungsgrad der Charaktereigenschaften unabhängig vom Persönlichkeitstyp ist, desto eher neigt das Pferd dazu sich mit anderen zu dominieren.</p>



<p>Pferde spielen diese Dominanzspiele auch mit Menschen, sobald sie keine Angst mehr vor ihnen haben. Die Herangehensweise ist dabei nicht mit dem Pferd um die Führungsposition zu kämpfen, sondern zu verstehen wie Pferde das untereinander tun.</p>



<p>Es geht ums Weichen- wer bewegt wessen Füße???</p>



<p>Jedes Mal wenn dein Pferd dich bewegen kann ist das ein Bonuspunkt auf seinem Leaderkonto dir gegenüber.</p>



<p>Deinem Pferd zu lehren höflich von Druck zu weichen ist eines der ausschlaggebendsten Dinge, wenn es darum geht die Beziehung und Kommunikation mit deinem Pferd zu verbessern.</p>



<p>Versuche dieses Bedürfnis nach Spiel in den Lernprozess zu integrieren. Wenn dein Pferd genug zu tun hat verschwinden die Ideen dich zu dominieren, aber sei achtsam, wenn es gelangweilt ist.</p>



<p><b>Nun stellt sich die Frage wie kannst du mit deinem Pferd spielen?</b></p>



<p>&#8211; Gestalte die Einheiten interessant – vermeide Langeweile und unnötige Wiederholungen</p>



<p>&#8211; Habe eine spielerische Grundhaltung und nimm die Sache nicht zu ernst</p>



<p>&#8211; Belohne gutes Verhalten und ignoriere Unerwünschtes (solange das Pferd nicht in deinen Bereich eindringt) &#8211; bleibe fokussiert und am Ball -&gt; der Leader hat einen Plan</p>



<p>&#8211; Lerne ein guter Leader zu sein: klar, fair, freundlich, fokussiert, motivierend und kreativ</p>



<p>Denke immer daran, dass dein Pferd die Ohren vielleicht gerade nach hinten genommen hat um etwas hinter sich zu überprüfen…</p>



<p>…oder es legt die Ohren an, weil es versucht dich zu dominieren und ist ziemlich glücklich darüber. Es gibt noch viel mehr Faktoren, die du überprüfen musst um herauszufinden ob dein Pferd glücklich ist.</p>



<p><b>Geh die Checkliste durch:</b></p>



<p>Fühlt sich dein Pferd sicher… grundsätzlich, in diesem Moment?</p>



<p>Fühlt sich dein Pferd komfortabel…kann er mit dir in Harmonie kommen?</p>



<p>Kann es spielen und lernen… ist es mental, emotional und körperlich stimuliert?</p>



<p>Die Bedürfnisse von Pferden sind relativ simpel, wir müssen nur wissen wie wir sie erfüllen können und es dann auch tun.</p>



<p>Außer dem Bedürfnis nach Sicherheit haben Menschen andere Bedürfnisse.</p>



<p><b>Anthony Robbins definiert diese 6 menschlichen Bedürfnisse:</b></p>



<p>1. Sicherheit</p>



<p>2. Abwechslung</p>



<p>3. Anerkennung</p>



<p>4. Liebe und Verbundenheit</p>



<p>5. Wachstum</p>



<p>6. Einen Beitrag leisten</p>



<p>Interessanter Weise beeinflusst genau das unsere Einstellung gegenüber unseren Pferden! Aber darüber reden wir ein anderes Mal…</p>



<p>Bis bald,<br>Deine Kathi</p>
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		<item>
		<title>Die Macht der Geduld&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 09:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Man]]></category>
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					<description><![CDATA[Ehrlich gesagt, ich bin nicht der geduldigste Mensch. In den letzten Jahren habe ich aber versucht an mir zu arbeiten, was mir auch dabei geholfen hat geduldiger zu werden. Für mich sind die Pferde dabei immer die besten Lehrmeister! An manchen Tagen kann die Arbeit mit unseren Pferden ziemlich frustrierend sein. Es heißt Pferde können [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><span style="font-size: revert; color: initial;">Ehrlich gesagt, ich bin nicht der geduldigste Mensch. In den letzten Jahren habe ich aber versucht an mir zu arbeiten, was mir auch dabei geholfen hat geduldiger zu werden. Für mich sind die Pferde dabei immer die besten Lehrmeister!</span></p>



<p>An manchen Tagen kann die Arbeit mit unseren Pferden ziemlich frustrierend sein. Es heißt Pferde können jede bekannte Emotion in uns wecken… in nur einer einzigen Trainingseinheit! Wenn das der Fall ist, wie können Pferde einem dann helfen geduldiger zu werden? Da gibt es so ein paar Möglichkeiten, die ich gerne mit Dir teilen möchte. Das Bewusstsein und die Möglichkeit die Dinge aus der Sicht deines Pferdes zu betrachten, kann dir einen ziemlichen Motivationsschub geben deinen Geduldsfaden zu verlängern.</p>



<p><b>1. Druck macht es meistens nur schlimmer </b></p>



<p>Das gilt nicht nur generell im Leben sondern speziell, wenn es um Pferde geht. Als Fluchttiere haben sie von Natur aus Angst gefangen zu sein, eingeengt oder verletzt zu werden.</p>



<p>Wir haben sicher alle schon einmal das Drama beobachtet, wenn ein Pferd gezwungen wurde in einen Hänger zu gehen, über ein Hindernis zu springen, bei der Hufbearbeitung still zu stehen oder eine Spritze zu bekommen. Ihre manchmal heftigen oder agressiven Reaktionen basieren primär auf Angst. Ein Pferd um sich zu habe, das gerade um sein Leben und seine Freiheit kämpft ist meistens nicht so lustig. Zwinge dein Pferd nicht zu irgendetwas- auch wenn du so geschickt bist, dass du es kannst. Lehre es mit Geduld! Jeder wünscht sich einen geduldigen Lehrer und wir erinnern uns immer ganz besonders an die, die es nicht waren… im negativen Sinne.</p>



<p><b>2. Fokussiere dich mehr darauf was dein Pferd braucht als auf das was du willst</b></p>



<p>Es ist wichtig Trainings-Ziele zu haben, aber es ist noch viel wichtiger deinem Pferd Zeit zu geben darüber nachzudenken was du willst.</p>



<p>Sagen wir mal dein Pferd kürzt die Ecke in der Reithalle ab. Die typische Reaktion eines Reiters ist nun verstärkt Beine und Zügel zu benutzen, um das Pferd weiter in die Ecke zu lenken.</p>



<p>Was aber macht das Pferd in der nächsten Runde? Es wird die Ecke sehr wahrscheinlich wieder abkürzen. Ist dir das schon mal aufgefallen?</p>



<p>In diesem Moment müssen wir erstmal verstehen warum das Pferd die Ecke meidet. Warum tut es das?</p>



<p>Viele denken das Pferd ist einfach stur oder ungehorsam, wenn es doch eigentlich Angst vor dieser Ecke hat.</p>



<p>Du musst verstehen wie ein Pferd denkt, um den Ursprung der Situation zu begreifen. Pferde sind Fluchttiere, die es gewohnt sind auf großen weiten Wiesen zu leben. Dort tun sie alles dafür nicht in einer Ecke gefangen zu werden. Was das Ganze noch schlimmer macht ist, wenn der Reiter in dieser Situation noch mehr Druck ausübt. Dadurch wird das Pferd mit der Ecke noch mehr Probleme haben.</p>



<p>Was braucht das Pferd also in diesem Moment? Es muss sich in der Ecke sicher fühlen.</p>



<p>&#8211; Verlangsame die Geschwindigkeit, wenn du auf die Ecke zu reitest</p>



<p>&#8211; Fahr deine Hilfe runter damit sich dein Pferd nicht bedroht fühlt</p>



<p>&#8211; Dränge dein Pferd nicht in die Ecken sonst wird die Angst nur größer. Spüre die emotionale Schwelle deines Pferdes und erlaube ihm dort stehen zu bleiben.</p>



<p>&#8211; Senke die emotionale Schwelle. Hier gibt es zwei Wege:</p>



<p>1. Nutze das Konzept von Annäherung und Rückzug: Gehe ein paar Schritte zurück und wieder vorwärts. Wiederhole das solange bis dein Pferd den ganzen Weg in die Ecke geht. Versuche dein Pferd nicht über diese Schwelle zu schubsen, erlaube ihm mutiger zu werden und freiwillig weiter zu gehen.</p>



<p>2. Gehe an der Ecke vorbei und kürze sie mehr ab als dein Pferd. Ob du es glaubst oder nicht je mehr du die Ecke vermeidest, um so entspannter wird dein Pferd mit der Situation umgehen. Mit der Zeit brauchst du das immer weniger machen, weil dein Pferd die Angst vor der Ecke verlieren wird.</p>



<p>&#8211; Stoppe in der Ecke und mache dort eine Pause. Wiederhohle das mit jeder Ecke und warte bis dein Pferd am langen Zügel dort stehen kann und sich entspannt. Später stoppst du nur noch vereinzelt in manchen Ecken. Das scheint für viele Reiter nicht nachvollziehbar, ist aber extrem wirkungsvoll. Du kennst das mit Sicherheit, wenn du oft genug am Eingangstor oder da wo der Trainer steht angehalten hast wird dein Pferd auf magische Weise von der Stelle angezogen. Genauso kannst du auch die gruselige Ecke in einen „Sweet Spot“ verwandeln.</p>



<p><b>3. Gebe deinem Pferd Zeit zum nachdenken</b></p>



<p>Besonders introvertierte Pferde neigen dazu weniger vorwärts zu gehen und Zeit zum Nachdenken zu brauchen. Je mehr du sie drängst desto mehr machen sie zu und so werden sie oft als vermeintlich stur abgestempelt. Irgendwann können diese Pferde aus dem nichts explodieren und losbuckeln. Wenn du das Gefühl hast, dein Pferd beginnt sich zu verschließen, dann gib ihm etwas Zeit durchzuatmen und sich wieder zu entspannen.</p>



<p>Das wird mit Sicherheit deine Geduld ganz schön herausfordern, aber wenn dir das Selbstvertrauen deines Pferdes wirklich am Herzen liegt wirst du es tun. Du kannst Selbstvertrauen nicht in ein ängstliches Pferd hineinzwängen! Du musst ihm das geben was es gerade braucht: Runterfahren, anhalten, es durchatmen lassen und dann erst weiter machen. Die gute Nachricht ist Geduld zahlt sich aus und baut vor allem Vertrauen auf. So können selbst die ängstlichsten Pferde starke, enthusiastische und selbstbewusste Schüler um somit echte Partner für dich werden.</p>



<p><b>4. Du kannst Liebe nicht erzwingen</b></p>



<p>Der Aufbau von Vertrauen und Respekt braucht seine Zeit. Viele Pferdebesitzer haben meist keine Ahnung davon, dass sie mehr als nur gute Reiter sein müssen. Gutes Horsemanship bedeutet das du zum einen Pferde-Psychologe, Trainer, Pfleger und Reiter bist. Die richtige Vorbereitung ist alles!</p>



<p>Wenn dein Pferd mental und emotional fit ist und du Wert auf eine solide Grundlage legst, wirst du überrascht sein wie schnell sich das Puzzle zusammenfügt. Nimm also den Druck für dein Pferd in diesem Prozess ganz bewusst raus und kümmere dich um das Fundament. Es wird es dir danken und dich mit Vertrauen belohnen.</p>



<p>Das sind die essentiellen Zutaten, auf die du dich Konzentrieren solltest:</p>



<p>&#8211; <b>Vertrauen</b></p>



<p><b>&#8211; Respekt</b></p>



<p><b>&#8211; Selbstbewusstsein</b></p>



<p><b>&#8211; Gefühl</b></p>



<p><b>&#8211; Harmonie</b></p>



<p><b>&#8211; Verbindung</b></p>



<p><b>&#8211; Entspannung</b></p>



<p><b>&#8211; Verständnis</b></p>



<p><b>5. Konzentriere dich auf den Geist, nicht auf den Körper</b></p>



<p>Das Pferd zu trainieren um Leistung zu bringen beschränkt sich meistens nur auf den körperlichen Aspekt: „Ich sag dir wie und was und du machst es“. Ich mache mein Bein dort ran und du bewegst deinen Körper hier hin etc..</p>



<p>Viele Pferde folgen den Anweisungen ihrer Reiter oder erfüllen ihre Wünsche ohne Enthusiasmus und ohne wirklich bei der Sache zu sein. Noch schlimmer, viele langweilen sich, andere sind kränklich, manche sind faul und andere angespannt und nervös. Warum?</p>



<p>Weil sie mental nicht involviert sind und vermutlich nicht die Absicht verstehen in der Halle immer und immer wieder auf und ab zu gehen oder immer und immer wieder über das gleiche Hindernis zu springen.</p>



<p>Wenn du dein Pferd mental erreichst, wird es freiwillig mehr Mühe aufbringen, glücklicher werden, weniger Stress haben und ganz automatisch viele unerwünschte Verhaltensweisen ablegen. Wie machst du das?</p>



<p>Du musst ihm erklären was deine Ziele sind und es sofort wissen lassen, wenn es etwas richtig macht.</p>



<p>Nehmen wir mal als Beispiel fliegende Wechsel, eine Übung die sehr oft zu Stress und Frust führt! Das erste Mal, wenn dein Pferd einen Wechsel versucht, stoppst du es danach und entspannst dich. Das lässt dein Pferd wissen es hat etwas richtig gemacht, auch wenn es nicht perfekt war. Eine viel bessere Herangehensweise als diese Übung immer und immer wieder zu machen, weiter zu reiten oder den Hals zu klopfen… an dieser Stelle eine gezielte Denkpause macht für dein Pferd den Unterschied.</p>



<p>Mache dir deinen inneren Zustand das nächste Mal ganz bewusst sobald du merkst, dass du ungeduldig wirst, wenn etwas nicht sofort klappt. Nimm dir einen Moment Zeit um darüber nachzudenken was gerade passiert ist und es zu verarbeiten. Beginne erst dann wieder, wenn sowohl bei dir und ganz besonders bei deinem Pferd die Entspannung zurückkehrt. Vielleicht hilft dir das ja auch in anderen Lebensbereichen.</p>



<p>Bis bald,<br>Deine Kathi</p>
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