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	<title>Horse &#8211; Creating Horseman by Katharina Theisinger</title>
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	<description>Lizenzierte 2** Parelli Natural Horsemanship Instruktorin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 07 Apr 2022 22:30:45 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Freundschaft oder Führung &#8211; was braucht dein Pferd?</title>
		<link>https://katharina-theisinger.com/freundschaft-oder-fuehrung-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jessica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2022 08:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Horse]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Artikel erfährst du, ob dein Pferd eher eine Freundschaft oder mehr Führung braucht. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Schon wieder ein Beitrag zum Thema &#8218;Freundschaft oder Führung&#8216;?!“, wirst du jetzt vielleicht denken. Ich glaube, kein Thema spaltet die Reiterwelt so sehr wie diese Gretchen-Frage des Reitsports.&nbsp;</p>



<p>Doch fast so häufig wie man diese Überschrift liest, findet man auch Kommentare, die vor allem eines bedienen: Die Beantwortung der Frage aus der Sicht des Menschen.&nbsp;</p>



<p>Wir stellen uns diese Frage gerne und beantworten sie noch lieber aus unserer Sicht, damit wir eine möglichst zufriedenstellende Antwort erhalten und das Gefühl haben, wir machen alles richtig.&nbsp;</p>



<p>In diesem Beitrag möchte ich dich jedoch ermutigen, die Situation einmal aus der Sicht des Pferdes zu sehen – was BRAUCHT mein Pferd, damit es ein gutes, ein lebenswertes Leben in unserer Menschenwelt leben kann?&nbsp;</p>



<p>Um diese Frage zu beantworten, sollten wir zunächst eine ganz grundlegende Frage klären: Was braucht mein Pferd überhaupt, um gut Leben zu können?&nbsp;</p>



<p>Na klar, Futter, Wasser und ein Dach über dem Kopf, wirst du jetzt vielleicht denken.&nbsp;</p>



<p>Ja und nein – natürlich sind diese physiologischen Bedürfnisse für ein Pferd wichtig. Aber anders als bei uns Menschen gibt es für Pferde einige Dinge, die noch wichtiger sind.&nbsp;</p>



<p>Abraham Maslow erstellte eine Pyramide, mit welcher er die menschlichen Bedürfnisse hierarchisierte, um zu verstehen, aus welchen Motiven heraus Menschen handeln.&nbsp;</p>



<p>Ganz unten, quasi als Fundament, findet man hier die sogenannten „Grundbedürfnisse“ wie Essen, Trinken, Schlafen und die körperliche Unversehrtheit. Von unten nach oben baut sich diese Pyramide anschließend aus den folgenden Bedürfnissen zusammen: Materielle und berufliche Sicherheit, soziale Sicherheit wie Freundschaft, Zugehörigkeit und Liebe, Wertschätzung und als Spitze das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. </p>



<p>Diese Bedürfnisse sind nach Wichtigkeit geordnet. Das erscheint uns natürlich mehr als logisch – wer Hunger hat, wird nicht nach Selbstverwirklichung streben.&nbsp;</p>



<p>Doch wir dürfen nicht vergessen, was wir, trotz vieler Jahre der Evolution sind: Wir sind Jäger, also Raubtiere. Wir „jagen“ nach materiellen Dingen und Anerkennung.&nbsp;</p>



<p>Trotz einiger Unterschiede lässt sich diese Hierarchie auch auf andere „Raubtiere“ im Tierreich übertragen – ein Hund beispielsweise ist uns in seinen Bedürfnissen sehr ähnlich – auch er wird zunächst nach Nahrung suchen und materielle Dinge „jagen“.&nbsp;</p>



<p>Ein Pferd jedoch, das als Flucht- bzw. Beutetier auf die Welt kommt, setzt seine Prioritäten etwas anders – für diese Tierart steht die Sicherheit an oberster Stelle! Ein Pferd in Todesangst frisst nicht! Es wird alles daran setzen, Sicherheit zu finden und sich erst viel später mit der Nahrungssuche beschäftigen.&nbsp;</p>



<p>Das erklärt übrigens auch, warum ein Pferd, das WIRKLICH Angst davor hat, in den Pferdehänger zu gehen, sich auch nicht mit Karotten dazu überreden lässt.&nbsp;</p>



<p>Doch was haben diese Bedürfnisse nun mit dem Thema Freundschaft oder Führung zu tun?&nbsp;</p>



<p>Wenn wir wissen wollen, was unser Pferd braucht, müssen wir verstehen, nach was unser Pferd sucht. </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die vier Grundbedürfnisse des Pferdes (in der Reihenfolge der Wichtigkeit): </h2>



<p></p>



<ol><li>Sicherheit</li><li>Komfort&nbsp;</li><li>Spiel/Spaß&nbsp;</li><li>Futter&nbsp;</li></ol>



<p></p>



<p>Erst wenn die ersten drei Bedürfnisse erfüllt sind, befriedigt ein Pferd das Bedürfnis, welches für ein Raubtier die höchste Priorität hat!&nbsp;</p>



<p>Schauen wir uns also die Bedürfnisse des Pferdes im Einzelnen an: </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Sicherheit</h3>



<p></p>



<p>Pferde suchen Sicherheit. Pferde finden Sicherheit in ihrer Herde. Das hast du sicherlich schon einmal gehört.&nbsp;</p>



<p>Nehmen wir das Pferd aus seiner Herde, so braucht es eine andere Sicherheitsquelle, damit es sich wohlfühlt. So gesehen bilden auch wir, wenn wir mit dem Pferd Zeit verbringen, eine winzige Herde.&nbsp;</p>



<p>Selbst in einer solchen „Mini-Herde“ kann das Pferd Sicherheit finden, wenn wir uns geschickt anstellen.&nbsp;</p>



<p>Eine Herde in freier Wildbahn wird in der Regel von einem Leithengst und einer Leitstute angeführt. Der Hengst übernimmt hierbei die Rolle des Beschützers gegen Angreifer und fremde Herden, die Stute führt die Herde zu Futter und Wasser.&nbsp;</p>



<p>In unserer Zivilisation leben die wenigsten Pferde in einer solchen ursprünglichen Herdenkonstellation zusammen. Trotzdem gibt es auch hier verschiedene Rollen und eine Rangordnung, um die Herde zu strukturieren.&nbsp;</p>



<p>Ist also doch etwas dran an der Dominanztheorie? Muss ich meinem Pferd zeigen, wer der Chef ist, es unterwerfen und dominieren, damit ich sein Bedürfnis nach Sicherheit befriedigen kann?&nbsp;</p>



<p>Nein, denn ganz so schwarz-weiß ist es zum Glück nicht!&nbsp;</p>



<p>Auch in einer natürlichen Herde überzeugt ein Leittier nicht unbedingt durch körperliche Überlegenheit – oder warum sonst könnte der alte Shetty-Wallach in der Rangordnung höher sein als der 2-jährige Hannoveraner-Hengst?&nbsp;</p>



<p>Ein guter Anführer, oder besser „Leader“, überzeugt vor allem durch ein souveränes Auftreten und einen Plan, den er verfolgt.&nbsp;</p>



<p>Pferde fühlen sich dann besonders sicher, wenn sie das Gefühl haben, der Leader weiß, was er tut und will das Beste für sie und die restliche Herde.&nbsp;</p>



<p>Genau diese Eigenschaften eines Leaders erlauben es auch, dass das Pferd in unserer Nähe Komfort findet. Es braucht einen guten Plan und vor allem ein sehr gutes Timing, um dem Pferd zu zeigen, dass es auch sehr komfortabel in unserer Nähe ist.&nbsp;</p>



<p>Wenn Pferde sich sicher fühlen, sind sie einen Großteil des Tages damit beschäftigt, möglichst komfortabel und ökonomisch zu leben – oder hast du schon einmal ein Pferd gesehen, das 18 Stunden am Tag versucht, im Galopp zu grasen? ;) </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Komfort</h3>



<p></p>



<p>Pferde sind natürliche Energiesparer – denn diese gesparte Energie kann im Ernstfall zum Lebensretter werden.&nbsp;</p>



<p>Doch wie kann ich denn nun auch dieses Bedürfnis des Pferdes erfüllen? Muss ich also den ganzen Tag mein Pferd in Ruhe lassen und darf keine (sportlichen) Leistungen mehr erwarten?&nbsp;</p>



<p>Kann ich quasi nur noch Weidekumpel für mein Pferd sein?&nbsp;</p>



<p>Nein, denn Pferde haben ja auch das Bedürfnis nach Spiel und Spaß. Dazu jedoch später mehr.&nbsp;</p>



<p>Wie erreiche ich, dass mein Pferd sich komfortabel fühlt?&nbsp;</p>



<p>Zum einen natürlich, indem ich seine Bedürfnisse wahrnehme und befriedige. Zum anderen ist es aber auch etwas komplexer: Bringe ich ein Pferd in eine Situation, die etwas unkomfortabel ist, indem ich z.B. von einem eher unmotivierten Pferd Galopp unter dem Reiter verlange, so ist es meine Aufgabe, nicht wie ein Diktator dies durch Zwang durchzusetzen, sondern entsprechend der Persönlichkeit des Pferdes seine Bedürfnisse anzuerkennen und zu nutzen. Ein Pferd, das nicht gerne vorwärts geht, findet wahrscheinlich in einer Pause Komfort. Dies kann ich nutzen und zunächst nur verlangen, dass das Pferd eine kurze Seite des Reitplatzes galoppiert, danach erhält es Komfort in Form einer Pause.&nbsp;</p>



<p>Okay, damit scheint die Theorie der Unterwerfung eindeutig widerlegt zu sein. Auch das Bedürfnis nach Spiel und Spaß lässt sich nur schwer damit in Verbindung bringen.&nbsp;</p>



<p>Aber was ist dann mit der Freundschaft? Solltest du dann der beste Freund deines Pferdes werden?&nbsp;</p>



<p>Beste Freunde fühlen sich sicher, haben es gemütlich zusammen und Spaß macht es ja schließlich auch, mit einem guten Freund um die Häuser zu ziehen.&nbsp;</p>



<p>Ich würde sagen, auf diese Frage sollte zunächst die Gegenfrage kommen, wie du eine gute Freundschaft definierst.&nbsp;</p>



<p>Wenn ein Freund für dich nur dafür da ist, möglichst deine Bedürfnisse zu befriedigen und dabei seine eigenen hinten anstellt, dann würde ich verneinen.&nbsp;</p>



<p>Nein, du musst nicht alle deine Überzeugungen und Grundsätze aufgeben und dich nur noch darum kümmern, dass dein Pferd lebt wie die Made im Speck. </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Spaß</h3>



<p></p>



<p>Wenn du aber der Meinung bist, eine Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit und lebt von gemeinsamen Regeln, die die Freundschaft für beide Partner zu etwas angenehmen und bereichernden macht, dann würde ich wohl zustimmen.&nbsp;</p>



<p>Ein Pferd, das keine Angst vor z.B. Pylonen auf dem Reitplatz hat, wird schnell Spaß daran finden, diese mit Maul, Hufen und allem, was noch zur Verfügung steht, zu untersuchen und dadurch zu zerstören.&nbsp;</p>



<p>Aber ist es auch dein Bedürfnis, jede Woche neue Gegenstände zu kaufen, die dein Pferd im gemeinsamen Spiel zerstören darf? Wohl kaum – Du siehst, dieses Beispiel ist vielleicht etwas platt, zeigt aber deutlich, dass wir nicht zum Spielball unserer Pferde werden sollten. Genau so wenig übrigens, wie wir auch zum Spielball anderer Menschen werden sollten.&nbsp;</p>



<p>Gegenseitige Wertschätzung und Anteilnahme an der Welt des anderen sind unabdingbar für eine Freundschaft und für Spaß zusammen.&nbsp;</p>



<p>Während wir also das Spielbedürfnis des Pferdes befriedigen, dürfen wir unsere eigenen Bedürfnisse nicht vergessen – denn auch wir haben ein Bedürfnis nach körperlicher Unversehrtheit.&nbsp;</p>



<p>Wie oft sehe ich Pferde, die tolle „Tricks“ können und die eine Menge Spaß am Steigen und Springen auf Kommando haben, dabei jedoch ihren Menschen gefährlich nahe kommen und damit eines der wichtigsten Bedürfnisse ihres Menschen verletzen, weil die Menschen nicht für ihre Bedürfnisse einstehen. </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Futter</h3>



<p></p>



<p>Auch beim letzten Grundbedürfnis des Pferdes, dem Futter, geht es ähnlich zu: Zwar müssen wir unbedingt dieses befriedigen, doch müssen wir auch darauf achten, dass die gemeinsamen Spielregeln eingehalten werden. Oder würdest du deinem besten Freund so ungestüm den Teller mit dem Kuchen aus der Hand reißen, dass er sich an der dabei überschwappenden Tasse mit heißem Kaffee verbrennt?&nbsp;</p>



<p>Wir Menschen sind in der Lage, auch komplexe Handlungszusammenhänge zu erkennen und Vorgänge logisch zu durchdenken.&nbsp;</p>



<p>Pferde handeln viel schneller aus einem Instinkt heraus und können die Folgen ihrer „Taten“ nicht im Voraus erkennen.&nbsp;</p>



<p>Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Rolle ausfüllen und gute Entscheidungen treffen, die dem Pferd ermöglichen, auf uns zu vertrauen und in unserer schnellen, von Menschen gemachten, Welt gut zurechtzukommen.&nbsp;</p>



<p>Denn ein Pferd, das in unserer heutigen Welt sich selbst überlassen wird und ständig eigene Entscheidungen treffen muss, wird früher oder später Entscheidungen treffen, die für ein ursprüngliches Pferd in freier Wildbahn vielleicht schlau sind, es in unserer Welt voller Autos und anderer unnatürlicher Gefahren aber in große Bedrängnis bringen werden.&nbsp;</p>



<p>So, nachdem wir nun sehr lange über die Frage „Was braucht mein Pferd?“ nachgedacht haben, möchte ich abschließend noch einmal zu den beiden gegensätzlichen Polen der Ausgangsfrage kommen: </p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Freundschaft oder Führung? </h2>



<p></p>



<p>Wie du vielleicht beim Lesen gemerkt hast, stehen diese beide Begriffe für mich persönlich gar nicht so sehr in einem Spannungsverhältnis, wie du vielleicht von anderen Pferdemenschen suggeriert bekommen hast.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Ich bin sogar eher der Meinung, diese beiden Begriffe gehören in unserer Pferd-Mensch-Beziehung unbedingt zusammen und sollten lediglich in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen:&nbsp;</p>



<p>Führung ohne Freundschaft würde unseren geliebten Vierbeinern ebenso wenig gerecht werden, wie Freundschaft ohne Führung, brauchen sie doch dringend die Unterstützung eines „Experten“, um in unserer technologischen Welt Sicherheit, Komfort, Spiel und Futter zu finden.&nbsp;</p>



<p>Wichtig ist jedoch, dass ich den Begriff der Führung nicht wertend verwende. Das ist auch der Grund, warum ich den Begriff des „Leaders“ bevorzuge, da dieser im Deutschen nicht negativ konnotiert ist.&nbsp;</p>



<p>Je besser die gemeinsamen Spielregeln etabliert sind und je mehr sich unser Pferd auf uns verlässt, beziehungsweise je mehr wir uns als souveräner Leader etabliert haben, desto mehr „Demokratie“ können wir in unsere Beziehung aufnehmen – ein optimales Verhältnis aus Führung und Freundschaft könnte etwa 51% Führung zu 49% Freundschaft sein.&nbsp;</p>



<p>Viel Liebe und Wertschätzung des Gegenübers, aber mit diesem einen Prozent mehr Führung, um in wichtigen und oft auch gefährlichen Situationen das Fluchttier Pferd mit unserem logischen menschlichen Denken überstimmen zu können. Nur so können wir sicherstellen, dass uns das Pferd an einer vielbefahrenen Straße nicht überstimmt und losstürmt, wenn wir eigentlich ein entspanntes Stillstehen brauchen!&nbsp;</p>



<p>Einen kleine Haken gibt es an dieser sehr harmonischen Vorstellung der Beziehung jedoch noch: Oft vertrauen uns unsere Pferde noch nicht genug, um sich vertrauensvoll unterzuordnen und uns sprichwörtlich durchs Feuer zu folgen.&nbsp;</p>



<p>Dieses Vertrauen müssen wir uns verdienen – eben wie sich ein bester Freund diese tiefe Verbundenheit auch erst über eine lange Zeit verdienen muss.&nbsp;</p>



<p>Hierfür bedarf es Zeit, einen guten Plan und die Bereitschaft, das eigene Handeln immer wieder zu reflektieren und sich selbst zu verbessern.&nbsp;</p>



<p>Wenn du diese tiefe Verbundenheit nun auch mit deinem Pferd anstrebst, aber nicht genau weißt, wie du das erreichen kannst und den Spagat zwischen Freundschaft und Führung schaffst, dann buche gerne ein kostenloses Erstgespräch, damit wir ganz unverbindlich sprechen können, wie ich euch auf diesem Weg möglichst gut unterstützten kann!&nbsp;</p>



<p>Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit deinem Pferd!&nbsp;</p>



<p>Bis bald, <br>deine Kathi </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist mein Pferd glücklich?</title>
		<link>https://katharina-theisinger.com/ist-mein-pferd-gluecklich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 09:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Horse]]></category>
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					<description><![CDATA[Pferde können weder mit Worten sprechen, noch lachen oder weinen. Die einzige Art wie sie kommunizieren ist durch Körpersprache. Viele glauben, dass ein Pferd glücklich ist, wenn es seine Ohren nach vorne gerichtet hat und unglücklich ist, wenn seine Ohren nach hinten sind. Aber das ist sehr trügerisch! Für ein Pferd bedeutet glücklich zu sein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Pferde können weder mit Worten sprechen, noch lachen oder weinen. Die einzige Art wie sie kommunizieren ist durch Körpersprache. Viele glauben, dass ein Pferd glücklich ist, wenn es seine Ohren nach vorne gerichtet hat und unglücklich ist, wenn seine Ohren nach hinten sind. Aber das ist sehr trügerisch!</p>



<p>Für ein Pferd bedeutet glücklich zu sein in erster Linie einfach zufrieden zu sein.</p>



<p>Für uns Menschen umfasst Glück eine ganze Bandbreite an Gefühlen: Freude, Heiterkeit, Begeisterung…</p>



<p>Und genau an dem Punkt können wir verwirrt werden, weil wir nach Anzeichen von Ausgelassenheit und Jubel Ausschau halten, wenn wir wissen wollen ob unser Pferd glücklich ist.</p>



<p>Genau wie Menschen sind Pferde auch dann glücklich, wenn unsere grundlegenden Bedürfnisse befriedigt sind und das sind in absteigender Reihenfolge:</p>



<p><b>Sicherheit</b></p>



<p><b>Komfort </b></p>



<p><b>Spiel/ soziale Interaktion </b></p>



<p>Wenn ein Pferd sich in Sicherheit vor Raubtieren wägt, schätzt es Komfort. Wenn es sich sicher und komfortabel fühlt fängt es an durch Spiele die Rangordnung zu klären. Das geschieht nicht nur in der sozialen Interaktion mit anderen Pferden, sondern auch mit Menschen!</p>



<p><b>Sicherheit:</b></p>



<p>Pferde fühlen sich im Schutz einer Herde sicher. Die Herde ist die natürlichste und wichtigste Schutzfunktion. Vielleicht hast du schon einmal beobachtet wie ein aufgeschrecktes Pferd in andere Pferde hineingerannt ist oder gedrückt hat um ins Zentrum der Herde zu kommen?</p>



<p>Die Rangordnung in der Herde hat ihr Ursprung zunächst auch einmal im Sicherheitsbedürfnis der Pferde: Das dominanteste Pferd mit dem besten Plan passt auf die Herde auf.</p>



<p>Je mehr dir dein Pferd vertraut und dich als Leader eurer Zweier Herde respektiert, desto sicherer fühlt es sich. Das Ziel ist, dass dein Pferd sich an dich bindet, weil du diese Sicherheit für ihn ausstrahlst.</p>



<p><b>Häufige Probleme, die ihren Ursprung in einem Mangel an Sicherheit haben sind:</b></p>



<p>&#8211; Das Pferd klebt an der Herde, hat Angst alleine zu sein, ruft ständig seinen Kumpels</p>



<p>&#8211; Das Pferd geht nicht vom Hof, will nicht auf den Reitplatz, bleibt ständig am Tor stehen</p>



<p>&#8211; Ist angespannt, nervös</p>



<p>&#8211; Ist schreckhaft</p>



<p>&#8211; Geht durch</p>



<p>&#8211; Steigt</p>



<p>&#8211; Tritt zur Verteidigung</p>



<p>&#8211; Kämpft gegen den Zügel, das Halfter, die Trense</p>



<p>&#8211; Hat Angst vor dem Hufschmied, Tierarzt etc.</p>



<p>Wie kannst du deinem Pferd nun die Sicherheit geben, die es braucht?</p>



<p>Versuche seinen Lebensraum so natürlich wie möglich in einer Herde (mindestens 6 Pferde) oder zumindest mit einem Kumpel auf der Koppel zu gestalten.</p>



<p>Sei ein guter Leader, weder ängstlich noch aggressiv, sondern ruhig, fokussiert und mit genügend Fähigkeiten ausgestattet.</p>



<p>Wenn du typisches Raubtierverhalten wie Bedrohung, Aggression, Bestrafung, grobe Hände am Seil oder an den Zügeln zeigst oder versuchst das Pferd zu fangen, provozierst du ganz selbstverständlich eine typische Fluchttierreaktion: Kampf oder Flucht.</p>



<p>Vermeide es den Chef zu spielen oder Verbote zu aufzustellen, sondern baue stattdessen eine Verbindung auf.</p>



<p><b>Dabei kann dir folgendes helfen:</b></p>



<p>Gib deinem Pferd, lasse nach, zieh dich mehr zurück, anstatt zu nehmen, grob zu sein oder zu ziehen.</p>



<p>Erlaube ihm etwas wegzudriften anstatt ihn festzuhalten und einzuschränken.</p>



<p>Zieh dich mehr zurück, als du dich annäherst, besonders wenn das Pferd ängstlich, zögerlich, scheu oder skeptisch ist.</p>



<p>Lehre dem Pferd Druck zu verstehen und sich in beengten Situationen wohl zu fühlen.</p>



<p>Entwickle in deinem Pferd Vertrauen in sich selbst und in neue Umgebungen.</p>



<p><b>Komfort:</b></p>



<p>Menschen denken beim Wort Komfort an angenehme Temperaturen oder ein bequemes Sofa, wohin gegen Pferde unter Komfort Friede/Ruhe und die Abwesenheit von Stress und Druck verstehen.</p>



<p>Was dazu führt, dass Pferde sich unkomfortabel fühlen sind:</p>



<p>&#8211; Druck: körperlicher, mentaler oder emotionaler</p>



<p>&#8211; Überarbeitung</p>



<p>&#8211; Unpassende, einschränkende Ausrüstung</p>



<p>&#8211; Ein unbalancierter oder grober Reiter</p>



<p>Pferde sind von Natur aus motiviert sich von Druck wegzubewegen und nach Komfort zu suchen. Dieses Wissen kann unser Training deutlich verbessern.</p>



<p>Zum Beispiel erfahren viele Pferde im Training und beim Reiten permanenten Druck: Am Halfter festgehalten werden, ein pausenlos gespanntes Seil, zurückhalten am Zügel, permanentes Treiben mit dem Sitz, Bein oder Sporen…</p>



<p>Wenn ein Pferd den Punkt, an dem der Druck nachgelassen wird nicht finden kann wird es angespannt, frustriert, gestresst oder stumpf.</p>



<p>Es ist unglaublich wichtig zu lernen das Pferd mit leichtem Druck zu bewegen und diesen wegzunehmen oder runterzufahren sobald das Pferd antwortet. Um ein Pferd leicht zu bekommen ist zudem das richtige Timing entscheidend.</p>



<p><b>Anzeichen, dass das Pferd keinen Komfort finden kann sind unter anderem:</b></p>



<p>&#8211; Das Pferd schlägt mit dem Kopf</p>



<p>&#8211; Das Pferd knirscht mit den Zähnen</p>



<p>&#8211; Beißt auf dem Gebiss herum</p>



<p>&#8211; Öffnet das Maul</p>



<p>&#8211; Schlägt mit dem Schweif</p>



<p><b>Wie kann ich das Bedürfnis des Pferdes nach Komfort erfüllen:</b></p>



<p>&#8211; Steigere Druck langsam und lasse sofort nach, wenn das Pferd versucht nachzugeben</p>



<p>&#8211; Gib ihm Ruhe und Pausen besonders wenn die Arbeit anstrengend ist</p>



<p>&#8211; Halte die Zügel/ das Seil still</p>



<p>&#8211; Halte die Füße still- am Boden und im Sattel</p>



<p>&#8211; Nimm die Hilfe sofort weg, wenn das Pferd antwortet und gehe zu passiven Hilfen über</p>



<p>&#8211; Habe gute Fähigkeiten- Balance und Kommunikation</p>



<p>&#8211; Habe mehr Gefühl. Nicht nur wie du die Zügel in die Hand nimmst und die Hilfen anwendest, sondern auch in Hinblick auf die Beziehung zu deinem Pferd.</p>



<p>&#8211; Betrachte die Dinge aus den Augen deines Pferdes und gestehe dir ein wie wichtig das ist.</p>



<p><b>Spiel:</b></p>



<p>Wenn Pferde sich sicher und komfortabel fühlen beginnen sie miteinander zu spielen. Sie spielen dabei Dominanzspiele, die Struktur in die Herde bringen. Dabei zwicken und necken sie einander sowohl freundschaftlich, als auch dominant um zu sehen wer der Stärkste, der Schnellste und der Mutigste ist.</p>



<p>Je höher das Spirit-Level, der Ausprägungsgrad der Charaktereigenschaften unabhängig vom Persönlichkeitstyp ist, desto eher neigt das Pferd dazu sich mit anderen zu dominieren.</p>



<p>Pferde spielen diese Dominanzspiele auch mit Menschen, sobald sie keine Angst mehr vor ihnen haben. Die Herangehensweise ist dabei nicht mit dem Pferd um die Führungsposition zu kämpfen, sondern zu verstehen wie Pferde das untereinander tun.</p>



<p>Es geht ums Weichen- wer bewegt wessen Füße???</p>



<p>Jedes Mal wenn dein Pferd dich bewegen kann ist das ein Bonuspunkt auf seinem Leaderkonto dir gegenüber.</p>



<p>Deinem Pferd zu lehren höflich von Druck zu weichen ist eines der ausschlaggebendsten Dinge, wenn es darum geht die Beziehung und Kommunikation mit deinem Pferd zu verbessern.</p>



<p>Versuche dieses Bedürfnis nach Spiel in den Lernprozess zu integrieren. Wenn dein Pferd genug zu tun hat verschwinden die Ideen dich zu dominieren, aber sei achtsam, wenn es gelangweilt ist.</p>



<p><b>Nun stellt sich die Frage wie kannst du mit deinem Pferd spielen?</b></p>



<p>&#8211; Gestalte die Einheiten interessant – vermeide Langeweile und unnötige Wiederholungen</p>



<p>&#8211; Habe eine spielerische Grundhaltung und nimm die Sache nicht zu ernst</p>



<p>&#8211; Belohne gutes Verhalten und ignoriere Unerwünschtes (solange das Pferd nicht in deinen Bereich eindringt) &#8211; bleibe fokussiert und am Ball -&gt; der Leader hat einen Plan</p>



<p>&#8211; Lerne ein guter Leader zu sein: klar, fair, freundlich, fokussiert, motivierend und kreativ</p>



<p>Denke immer daran, dass dein Pferd die Ohren vielleicht gerade nach hinten genommen hat um etwas hinter sich zu überprüfen…</p>



<p>…oder es legt die Ohren an, weil es versucht dich zu dominieren und ist ziemlich glücklich darüber. Es gibt noch viel mehr Faktoren, die du überprüfen musst um herauszufinden ob dein Pferd glücklich ist.</p>



<p><b>Geh die Checkliste durch:</b></p>



<p>Fühlt sich dein Pferd sicher… grundsätzlich, in diesem Moment?</p>



<p>Fühlt sich dein Pferd komfortabel…kann er mit dir in Harmonie kommen?</p>



<p>Kann es spielen und lernen… ist es mental, emotional und körperlich stimuliert?</p>



<p>Die Bedürfnisse von Pferden sind relativ simpel, wir müssen nur wissen wie wir sie erfüllen können und es dann auch tun.</p>



<p>Außer dem Bedürfnis nach Sicherheit haben Menschen andere Bedürfnisse.</p>



<p><b>Anthony Robbins definiert diese 6 menschlichen Bedürfnisse:</b></p>



<p>1. Sicherheit</p>



<p>2. Abwechslung</p>



<p>3. Anerkennung</p>



<p>4. Liebe und Verbundenheit</p>



<p>5. Wachstum</p>



<p>6. Einen Beitrag leisten</p>



<p>Interessanter Weise beeinflusst genau das unsere Einstellung gegenüber unseren Pferden! Aber darüber reden wir ein anderes Mal…</p>



<p>Bis bald,<br>Deine Kathi</p>
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